Sonntag, 29. Dezember 2013

2013/2014

Oh, das Jahr ist fast herum. Wir sind seit einigen Tagen unterwegs bei der großen Familie und ich habe deshalb noch gar keine Zeit gefunden, um 2013 noch einmal Revue passieren zu lassen und einen Blick auf 2014 zu werfen.
Fest steht: gleich zwei spannende, intensive und auch anstrengende Jahre, mit viel Freude, viel Familie, viel Arbeit, irgendwie alles gleichzeitig.


2013
- habe ich viel gestrickt, einiges gelesen und mich auf Seminaren usw. akademisch fortgebildet.
- hatten wir einige sehr schöne Urlaubstage an der Ostsee und in Berlin.
- ist der größte Teil meiner Diss entstanden. Mein Jahresziel, mehr als 100 der noch erforderlichen Seiten zu schreiben, habe ich ohne Probleme erreicht... Das ist gut so!
- hat mein Mann seine Diss abgeschlossen. Ein wunderbares Gefühl, eine Belastung weniger im Leben zu haben. Und tatsächlich hilft dieser kleine Titel manchmal wirklich, eine ganz unerwartete Beobachtung.
- ist Petit Monsieur Wollgespinst zu einem richtigen Kind geworden: plappert am laufenden Band, lässt sich vom Opa ins Bett bringen, braucht keine Windeln mehr, ist ein wahrer Gourmet mit Vorliebe für Balsamico, Oliven, Kapern und sonstige Seltsamkeiten, nimmt alle Personen und Ereignisse in seinem Leben ganz bewusst wahr.
- hat sich Kind 2 auf den Weg gemacht. Ein wunderbares Geschenk!
- Mit diesem Jahr haben wir auch ein volles Jahr als Wochenendfamilie überstanden. Jetzt sind es nur noch wenige Monate, bis wir hoffentlich wieder alle zusammen wohnen können. Es ist gut zu wissen, dass auch viele hundert Kilometer Distanz nichts an unserem Zusammenhalt ändern können.
- gab es lange Strecken mit großer Anstrengung, um Arbeit, Kind, getrenntes Wohnen und all die schönen Dinge des Lebens, die aber auch organisiert sein wollen, unter einen Hut zu bekommen.

2014
- wird eine Wundertüte mit hoffentlich schönem Inhalt!
- erwarten wir den Nachwuchs im Sommer.
- ziehen wir um, aber wohin?
- steigt der Mann in das echte Berufsleben, nach Uni und Ausbildung, ein.
- schließe ich hoffentlich meinen Diss-Text ab.
- müssen wir uns vieles neu aufbauen, sind aber zu dritt-viert dabei!

Wird euer neues Jahr auch so spannend? Gibt es viel zu tun und Neuanfänge?


Ich wünsche euch ein schönes Silvesterfest und ein gutes 2014!

Dienstag, 24. Dezember 2013

Frohe Weihnachten


Das Weihnachtsfest hat begonnen! Bei uns duftet es schon nach Kartoffelsuppe, die ersten Lieder am Klavier sind gespielt, die Geschenke ins Wohnzimmer gebracht und gestern waren gleich drei Freundinnen spontan da, um Kleinigkeiten vorbeizubringen und mit uns einen Tee zu trinken – das Schönste an Weihnachten!
Euch wünsche ich ein wunderschönes Fest und viele besondere Momente in den nächsten Tagen!
Wer noch etwas von mir lesen möchte, kann meinen Gastbeitrag im Türchen 24 von twoodledrums Adventskalender hier finden. Es gibt eine orientalische Gemüsepfanne mit Trockenfrüchten!


Montag, 23. Dezember 2013

Elternliebe und Geschenke fürs Kind

Meine Liebe zum Sohn drückt sich auch ein bisschen dadurch aus, dass ich ihn vor zu vielen Geschenken, materiellen Erwartungen und Ballast bewahren möchte. Ich hoffe, dass ihn statt vieler Präsente vor allem die gemeinsamen Erlebnisse mit uns und der restlichen Familie, aber auch mit seinen Tageseltern für Weihnachten begeistern. Wir haben deswegen viel gesungen, Weihnachtsgeschichten und die Weihnachtsgeschichte erzählt, Kerzen angezündet, zusammen gebacken und uns – gerade, seit der Papa Urlaub hat und endlich zuhause ist – einfach viel Zeit füreinander genommen. Für das Weben, das der Sohn unbedingt ausprobieren wollte (Anregung für ihn scheint das wunderschöne Buch „Pelles neue Kleider“ zu sein), für Pizzabacken mit Papa, gemeinschaftliches Schmücken des Baums usw.

 leicht improvisierter Webrahmen, funktioniert aber und das Bauen hat auch schon Spaß gemacht

 Mmmh, frische Pizza, wir belegen am liebsten mit Pilzen, Oliven und Kapern
 
Was er an Geschenken bekommen soll, steuere ich deswegen auch ganz gern. Die Familie freut sich über eine Online-Wunschliste, auf der auch Praktisches und günstige Kleinigkeiten zu finden sind. Wir Eltern machen am allerliebsten selbst etwas für ihn oder verwenden Gebrauchtes.
In diesem Jahr gibt es von mir Kleider für Puppe Paul: eine gestrickte Mütze und eine Jogginghose aus einem alten Pullover von mir. Vielleicht kommen bis morgen noch Söckchen dazu ;). Die Hose tragen Sohn und Paul dann im Partnerlook, ein großes Exemplar gibt es als Schlafhose dazu…



 
Schnitt für die Hose: selbst abgenommen.
Die Anleitung für die Mütze heißt Luuk und ist in vielen Größen frei erhältlich, vielen Dank an Spinne für die Inspiration! Paul ist eine große Waldorfpuppe und trägt die Newborn-Größe. Die für Frühchen war ihm eindeutig zu klein und gehört jetzt meiner alten Kinderpuppe.

Der Vater hat sich derweil mit technischer Liebhaberei beschäftigt: Über die e*bay-Kleinanzeigen haben wir jede Menge Holzeisenbahnzubehör erstanden, ein kleiner Teil davon wird unseren Bestand nun aufstocken (und nicht nur der Sohn freut sich wohl über dieses Geschenk…). Um alles unterzubringen, nähte der Mann aus einer Werbegeschenkdecke dann noch einen Spielebeutel. Sie kann wegen der grünen Grundfarbe evtl. nochmal zur Spieledecke mit Straßen und See gepimpt werden. Bei der Näherei war der Sohn dabei und hat die Decke gleich als Feuerwehrequipment identifiziert, er fährt bereits Einsätze mit ihr ;).


Für den Weihnachtsabend selbst gibt es die gestern präsentierte Hose – der Sohn kennt sie schon und ist mächtig stolz darauf, dass er den gleichen Stoff trägt wie ich…




Was schenkt ihr euren Kindern in diesem Jahr? Gibt es eher viel oder sparsam? Schenkt ihr auch besondere Aktionen oder Aktivitäten? Ab welchem Alter haben sie schon konkrete Wünsche geäußert?

Sonntag, 22. Dezember 2013

WKSA Das Finale

Oh, ich war in den letzten Tagen tatsächlich ein wenig aufgeregt: Das Finale stand vor der Tür und entgegen meiner leicht pessimistischen, von zu vielen erfolglosen Annäherungen an das weiße Ratterding geprägten Einschätzungen sah es auf einmal so aus, als sei ich – als ziemlicher Nähanfänger und völlig unbedarft, was die Kunst der Schnittanpassungen, die Regeln des Steckens, Verstürzens oder gar Saumabrundens angeht – in der Lage, ein ganzes Kleidungsstück für mich zu nähen. Eine gar anmaßende Vorstellung!

In der zurückliegenden Woche hatte ich noch einiges zu tun: Ich habe die Ärmel mit Zickzackstich einfach umgenäht, wie ich es bei Oh-Mimmi gelesen hatte, und sie dann geschlossen. Die kniffligste Stelle war dann das Einsetzen der Ärmel. Hier bin ich wirklich noch an meine Anfängernähgrenzen gestoßen. Tipps nehme ich gern an, ich hatte einfach das Gefühl (trotz vorher gesetzter Einhaltenähte), die Kräuselung des Ärmels nicht richtig kontrollieren zu können, was sich natürlich beim zweiten Ärmel rächte, weil die Minifältchen dann einfach an anderen Stellen saßen. Das Ergebnis ist aber tragbar (und mein dunkler Stoff sehr dankbar).


 
Die Rückennaht am Kleid habe ich noch einmal aufgetrennt und noch etwas enger gesetzt, weil mir die doch recht heftige A-Linie des Kleides etwas zu tonnig wirkte. Nun habe ich eine leicht taillierte Version, die dennoch nicht eng sitzt. Weshalb wirkliche Taillenformung für mich momentan und in den kommenden Monaten nicht so günstig wäre, könnt ihr an den Fotos erkennen – ein durchaus erfreulicher Grund für größere Kleider.

 
Der Sohn war völlig begeistert vom lila Samt und wünschte sich inständig eine Hose daraus. Deswegen erscheinen also nicht nur Mama und intern wohnendes Baby im weihnachtlichen Gewand, sondern auch Petit Monsieur Wollgespinst. Für ihn habe ich eine schlichte Gummizughose genäht, die er sich selbst an- und ausziehen kann, wichtig für einen zweijährigen Toilettengänger.




Nun aber noch einmal die Daten und Fakten zu meinem Kleid:
Schnitt: Laurel von Colette Patterns, Version 1, Größe 0, in der Weite zusätzlich verkleinert, minimal gekürzt. Die Anleitung bekommt fünf Sternchen von mir.

Der Schnitt für die Kinderhose ist einfach von einer bereits vorhandenen abgenommen. Ich habe Potaschen aus Fleece aufgenäht und mir endlich mal eine Durchziehnadel für den Gummibund gegönnt.
Stoff: Violetter Stretchsamt, ich hätte ihn gern noch etwas dunkler und weniger rotstichtig gehabt. Einige waren beim letzten Zwischenstand ganz begeistert, die dort zu sehende Farbe würde mir auch am besten gefallen, leider war sie aber eher dem trüben Wetter geschuldet.



Jetzt muss ich aber erst einmal eine große Runde drehen, um all die anderen Kleider ausgiebig zu bewundern, vielen Dank an Katharina für die Organisation dieser Aktion! Ich hatte nicht nur eine Menge Spaß, sondern durch das feste Ziel vor Augen auch einen riesigen Motivationsschub. Dass in meine Näherei nun bei einfachen Vorgängen schon etwas Routine kommt, finde ich grandios!

Freitag, 20. Dezember 2013

Aus der Weihnachtswerkstatt, Folge 153

Jaa, hier wird noch auf Hochtouren gebastelt, genäht und gestrickt! Unzählige Weihnachtskarten sind bereits verschickt. In diesem Jahr habe ich nur eine einzige Karte gekauft, ansonsten bin ich damit beschäftigt, Bestände zu leeren und Bastelmaterial zu verbrauchen. Hier seht ihr einige Ergebnisse dieses Plans:


Danach waren die alljährlichen Fotokalender dran. Natürlich habe ich vergessen, auch die Dezemberbilder schon entwickeln zu lassen und so fehlen in diesem Jahr die Bilder vom Backen und Schmücken, aber ich werde dann schummeln und sie einfach fürs nächste Jahr verwenden ;). Omas, Opas und auch Uromas und -opas bekommen jeder ein Kalenderexemplar, alle wohnen weiter von uns entfernt. Ein Paket muss noch bis an die Ostsee reisen und ist deswegen schon unterwegs, in den beiden Päckchen verbergen sich der Fotokalender und ein Buch über Danzig, das vom hiesigen Herder-Institut herausgegeben wurde, und bei der Uroma, die aus der Ostseemetropole stammt, sicher viele Erinnerungen wecken wird.



 
Für eine Freundin von mir, deren Belesenheit und Lebenserfahrung (immerhin ist sie schon 77) ich sehr schätze, gibt es in diesem Jahr außerdem auch noch einen; dort habe ich unsere Eindrücke aus dem Liebermann-Anwesen am Wannsee festgehalten, einem ihrer Lieblingsorte. Ich hoffe, sie freut sich darüber!

Der Sohn hat sich in den letzten Wochen verstärkt als Puppenpapa gezeigt. Seinen Paul umhegt er zwar nicht so liebevoll, wie ich es schon bei vielen Mädchen gesehen habe, sondern pflegt einen eher rauhen Umgangston mit ihm, nichtsdestotrotz möchte er ihn ausziehen, umziehen, zudecken usw. Deswegen bekommt Paul ganz kurzfristig noch eine neu-alte Hose und eine Mütze, nähere Projektinfos folgen.



 


Für mich selbst nähe ich gerade noch am Weihnachtskleid, bald schon soll es fertig sein und heute Nacht um drei, einer leider schlaflosen Stunde, ist mir endlich auch eingefallen, wie ich den Ausschnitt gestalten möchte. Mal sehen, ob es gelingt. Der Sohn hat angemeldet, dass er aus dem Samtstoff eine „sicke Hose“ haben möchte, aber die muss erstmal noch warten. Mit viel Glück kann er sie trotzdem noch am 24. anziehen.


 


Insgesamt machen mir die Weihnachtsvorbereitungen in diesem sehr viel Spaß, nebenher trällere ich Weihnachtslieder und Unvermeidliches wie „Last Christmas“. Ich sprühe über vor Ideen und bin vor allem darüber glücklich, dass ich kaum in die überlaufenen Geschäfte muss. Nur in Buchläden und einem Spielzeuggeschäft habe ich mich getummelt, ansonsten lag alles schon vorbereitet hier oder kann sogar aus Vorräten gestrickt und genäht werden – ein Punkt, den ich am Selbermachen besonders schön finde.


Eines der wenigen Kaufgeschenke, Uwe Timms "Entdeckung der Currywurst" mit dazu passendem Alnatura-Gewürz für unsere Babysitterin, die, wie ich früher, Germanistik studiert.

Sonntag, 15. Dezember 2013

WKSA Teil 5

Schon wieder Sonntag! In dieser Woche bin aber tatsächlich ein gutes Stück weiter gekommen, sogar mit anwesendem Kind und zusätzlich zu Weihnachtsgeschenken und -terminen. Bei den anderen Damen werden teils schon fertige Kleider ausgeführt, die ihr hier sehen könnt!


Nur noch der Saum! / 

Nein, davon bin ich leider noch ein gutes Stück entfernt, die Ärmel müssen noch genäht, die Rückennaht geschlossen und dann v. a. eine dauerhafte Verbindung zwischen Ärmeln und Korpus geschlossen werden. Deshalb bin ich ziemlich aufgeregt, die Steckerei sah schon in der Anleitung ziemlich kompliziert aus.
Aber: Das Nähen ging bisher ziemlich gut, bis auf einige Anfängerprobleme wie plötzlich wieder verschwundene Kreidestriche durch zu lange Zwischenlagerung etc. bin ich gut durchgekommen. Mein Mann fungiert als seelisch-moralische Unterstützung, hilft bei Denkfehlern und steckt am lebenden Modell ab, das nenne ich verständnisvoll!


Vorderteil mit Brustabnähern


Rückenteil mit Taillenabnähern und der probeweise gesetzten Rücknaht

Ich könnte hier nochmal nachbessern /
Für den Halsausschnitt brauche ich noch eine schöne Lösung. Entweder ein tolles Schrägband oder eine andere zündende Idee. Am Rücken kann ich mir den Reißverschluss doch sparen, es ergab sich nämlich, dass ich Massen an Stoff zuviel hatte und nun einfach eine leicht taillierte Rückennaht eingezogen habe, die noch das Hineinschlüpfen erlaubt. Ansonsten kam ich aber mit den Maßen für Größe 0 recht gut zurecht, ich habe nur etwas mehr Stoff bei den Brustabnähern abgenommen, in der Höhe usw. aber nichts ändern müssen. Der etwas figurumspielende Schnitt hat sich damit als wirklich anfängertauglich erwiesen, neben Schulterbreite und Sitz der Abnäher sowie Gesamtlänge ist kaum ein Maß wirklich auf den Zentimeter einzuhalten.


etwas viel Stoff und zu viel A-Linie am Rücken

die Inch-Maßschildkröte bei der Arbeit...


Ich bin fertig, zeige aber noch nichts / Ich bin ein Streber und nähe jetzt noch ein Tüdeldü für meine drei Weihnachtskleider
Nee, was fertig ist, zeige ich auch – allzu viel ist das ja noch immer nicht ;). Ich bin aber nach wie vor guter Dinge, dass das gute Stück am nächsten Wochenende fertig wird und mittlerweile hatte ich noch eine Idee für ein hübsches Accessoire, das mein zugegebenermaßen recht simples Kleidchen noch aufhübschen könnte. Im Übrigen habe ich ganz grandiose Schuhe für die ganze Angelegenheit, DIE zeige aber erst in der nächsten Woche!

Freitag, 13. Dezember 2013

Ausblicke

Unsere Ausblicke sind momentan oft so weihnachtlich und schön, dass ich sie mit euch teilen möchte!

Morgendämmerung


Abendlicht

Sonntag, 8. Dezember 2013

WKSA Teil 4


Zunächst mal: Mein Stoffkrimi ist beendet. Teils hat er sich enttäuschend platt aufgelöst, wir hören eine Stimme an der Firmentelefonhotline: „Ja, diesen Onlineshop pflegen wir nicht mehr“ – kein Wunder also, dass sich am Bestellstatus nichts änderte, Kontaktformulare nicht funktionierten usw. Der Ärger über so viel Inkompetenz bleibt natürlich und ich bleibe damit bei meiner eindeutigen Nicht-Empfehlung des Shops „Der Stoffhandel“/„Dademasch“ etc., auch wenn die Zustellung letztlich zügig verlief.
Aber: Der Stoff ist da! Und er gefällt. Glänzender Stretchsamt in einem satten Lilaton.

 Laurel im Zuschnitt

Stoffstruktur und -farbe 

Uahh, es passt nicht, das muss ich ändern / Ich habe diese schwierige Stelle gemeistert und bin megastolz! /
Ähja, kleines Geständnis: Für mich ist das komplette Kleid eine schwierige Stelle. Ob das Kleid am Ende passen wird, kann ich noch überhaupt nicht sagen. So weit bin ich: Die Stoffteile sind zugeschnitten, das war eine Premiere für mich, was Damenbekleidung angeht. Und die Adrenalinausschüttung beim ersten Schnitt in den Stoff war doch beachtlich. Ich fand es auch ziemlich schwierig, so große Teile aus wabbeligem Stretchstoff zuzuschneiden. Aber es sieht passabel aus und ich bin aufs Nähen gespannt. Wegen der verzögerten Stofflieferung konnte ich noch kein farblich passendes Garn besorgen und hinke mal wieder hinterher, hier sind ja einige schon beim zweiten Kleid!
Soll ich hier noch eine Borte aufnähen, was meint ihr? / Das sieht doch schon ganz gut aus, oder?
Apropos Borte, ich liebäugele momentan mit einer schwarzen Häkelborte am Saum oder knapp darüber, bin aber noch etwas unentschlossen, ob das zu Gothic-ähnlich wirken könnte. Mal sehen, erstmal muss dieses Kleid in den Existenzzustand überführt werden…
So, viele fertige Kleider könnt ihr schon hier sehen, vielen Dank an die tolle Organisation auch heute, am 2. Advent!

Samstag, 7. Dezember 2013

Ein ganz besonderer Nikolaus und Rezept für schlesischen Honigkuchen mit Schokoladenglasur

Gestern Morgen ging es natürlich vor allem darum, dass Petit Monsieur Wollgespinst zwischen seinen eifrig geputzten Stiefeln eine kleine Überraschung vom Nikolaus finden sollte – neben einigen Plätzchen ein weihnachtliches Conni-Buch und ein Dreckspatzbad, das er gerade mit dem Papa einlöst (die beruhigende Wirkung des Lavendelzusatzes scheint dem Lärm aus dem Bad nach allerdings nicht einzusetzen...).

 
Wir alle wurden aber noch von einem ganz wunderbaren Paket aus der Görlitzer Heimat meines Mannes überrascht: Seine Großeltern haben uns die köstlichsten Leckereien zukommen lassen und noch dazu ein selbstgeschriebenes Rezept-Heft für meinen Mann, um das ich die Oma im Frühjahr gebeten hatte.
Ein Geschenk, das mir richtig zu Herzen geht, vielen Dank!


Mein Mann und ein Winter in Ostsachsen...


Selbstgebacken sind nur die Plätzchen, daneben liegen Omas Stollen, Honigkuchen, Marzipankuchen (mit Marzipan“-Grieß und Butter) und Pfefferkuchen.


Und eines der besten Rezepte teile ich mit euch! Aber Achtung, leichte Küche ist das nicht ;)

Honigkuchen mit Schokoladenglasur
- 250 g Honig
- 100 g Sanella
- 2 Eier
- 125 g Zucker
- 2 TL Backpulver
- 375 g Mehl
- 2 EL Lebkuchengewürz
- 1 TL abgeriebene Zitronenschale
- 2 EL Rum
- 1 EL Kakao
- 100 g Zitronat
- 100 g Orangeat
- 80 g gehackte Mandeln
- Honig und Sanella erhitzen und abkühlen lassen. Eier, Zucker und die Honigmasse verrühren, dann Mehl, Lebkuchengewürz, Kakao, Backpulver, Zitronenschale, Rum, Zitronat, Orangeat und Mandeln zu einem Teig verrühren und auf ein Blech verteilen. Bei 175° ca. 20 Min. backen.

Schokoladenglasur
Wahlweise eine Schokoladen-Fett-Glasur wie für Kalten Hund herstellen oder nach diesem Rezept arbeiten:
- 5 EL Kakao
- 5 EL Puderzucker
- 3 EL Kaffeesahne
- 2 Eier
- 1 Packung Vanillezucker
- 200 g Hartfett
- (bunte Zuckerstreusel)
Fett erhitzen, derweil die Eier mit den übrigen Zutaten verrühren. Fett leicht abkühlen lassen, bis es nur noch flüssig, aber nicht mehr heiß ist. Mit dem Eiergemisch verrühren. Glasur auf dem Kuchen verteilen, evtl. Zuckerstreusel darüberstreuen.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Österliches Gegacker in der Weihnachtszeit

Meine kleine Schwester ist geschenketechnisch jedes Jahr eine Herausforderung, denn für sie will ich mir nicht nur etwas für Weihnachten einfallen lassen, sondern zuvor auch noch für ihren Geburtstag Ende November. In diesem Jahr hat sie es mir aber leicht gemacht, mit einem etwas exotischen Wunsch, der eigentlich besser in die Osterzeit passen würde: Gestrickte Eierwärmer in Hühnchenform sollten es sein. Diese geschmacklich streitbaren Objekte haben bei uns Familientradition, denn meine Mutter hat sie nach einer Brigitte-Anleitung bereits in den 70er Jahren in beachtlicher Zahl gefertigt, bis heute sind wir im Besitz unzähliger bunter Scharrvögel.


Gewünscht, gestrickt: So schnell ging es dann doch nicht, denn Fäden vernähen, Augen sticken, Schwanzfedern knüpfen und Häkelei für insgesamt vier Exemplare haben ganz schön Zeit in Anspruch genommen. Die farbliche Gestaltung habe ich an bereits Vorhandenes in der schwesterlichen Küche angepasst und komplett mit Resten gestrickt. Der Mann ist der Meinung, die Hühner kämen frisch von der Love Parade, aber ich lasse mich nicht beirren und hoffe einfach, dass der Schwager mich nicht auf ewig für diese Zierde in der Wohnung hassen wird ;)


Passend dazu gibt es noch selbstgenähte Tischsets aus Vorhang-Reststoffen, die mir die Schwester mal vermacht hat. Ich war ganz professionell und habe Briefecken genäht, nicht schwer, aber für Anfänger wieder etwas langwierig. Die Anleitung dazu habe ich von hier, ein permanent einsatzbereites Bügeleisen ist hier unverzichtbar!
Die Anleitung für die Strickhühner (Brigitte 6/78) hätte ich euch gern zur Verfügung gestellt, leider liegen aber noch Urheberrechte darauf und ich habe deswegen keine Erlaubnis dafür bekommen. Versierte Strickerinnen können sie aber sicher auch nach Bild stricken, die Maße sind ca. 7 cm bis zum Rücken, 9 cm Gesamthöhe und 6,5 cm Breite. 




Sonntag, 1. Dezember 2013

WKSA Teil 3

Mein Zwischenstand ist eigentlich keiner, was mich richtig grummelig macht, aber nun der Reihe nach.

Jetzt aber los, erste Nähte sind gemacht!  /
Pf, schön wäre es! Ich habe mich ganz eindeutig für den falschen Stoffversandhandel entschieden und bin ziemlich sauer. Zuerst habe ich einige Tage auf eine Info zu meinem Einkauf gewartet, um bei einem Blick ins Kundenkonto festzustellen, dass die Bestellung gar nicht abgeschlossen wurde. Nachdem das erledigt war, schließlich schon am Donnerstag, wartete ich auf die Bestellbestätigung mit der Zahlungsinformation. Ja, und das tue ich noch bis heute und auch nach einer E-Mail mit Rückfrage am Samstag. Ich bin ziemlich sauer, und rate ganz explizit vom Stoffversand Dademasch/Umbreit Textil, oder wie er noch im Netz auftaucht, ab. Anscheinend ist das Interesse an Privatkunden dort nicht sonderlich ausgeprägt.
Aber nun zum Arbeitsstand: Ich habe letzte Woche den Schnittbogen fertiggemacht und nun die Teile dazu hier fertig in Warteposition. Außerdem hat mir Oh-Mimmi bei einigen Fragen zur Anfertigung weitergeholfen und ich werde mich nun schonmal intensiv mit der Anleitung beschäftigen. Etwas Vorverständnis beim ersten Kleid kann ja nicht schaden ;). Werden soll es mal Laurel.

Laurel geklebt und geschnitten

In der Zwischenzeit habe ich mich mit diversen Ablenkungsmanövern beschäftigt und stricke gerade ein Weihnachtsgeschenk, das immerhin dieselbe Farbe wie mein Kleid, nämlich einen dunklen Lilaton, hat. Und daran habe ich richtig Spaß, das Garn ist ein Vergnügen, die Anleitung altbekannt, alles wunderbar! Näheres nach dem 24. Dezember….
Um meine momentane Freude am Nähen nicht gleich wieder im Nirvana zu verlieren, habe ich mich auch trotzdem an das kleine, weiße Ratterding gesetzt und einen wunderschönen Wintermotivstoff verarbeitet. Er stammt von Westfalenstoffe und wird gerade zu drei Tischsets verarbeitet. Naja, kein Kleid, aber auch Nähte dran und weihnachtlich ;)

Tischsets vor dem Absteppen, noch mit Wendeöffnung

Ich hoffe, in der nächsten Woche habe ich Erfreulicheres zu berichten, und bin gespannt, ob der Stoffhandel sich bis dahin zu einem Kontakt herabgelassen hat. Am Montag ruf ich an *Furie*. An dieser Stelle nehme ich auch gern Empfehlungen für gute Stoffportale an, Stoff und Stil scheint ja recht beliebt zu sein, gibt es noch mehr freundliche und schnelle Versandhäuser?
Motivierendere Zwischenberichte findet man heute wieder hier!

Samstag, 30. November 2013

Einstieg in den Advent und ein Tag im... November

Ich wünsche euch allen eine wunderschöne Adventszeit und viele ruhige Stunden! 
Bei mir wächst die Vorfreude und deswegen sieht man auch an meinen Tag im November (gesehen bei Kreativberg), dass die Zeitfenster für vorweihnachtliches Stricken, Singen und Co recht üppig ausfallen… Wer Lust hat, kann hier meinen Donnerstag nachlesen.

0:35: Der Sohn ist wach und jammert, ich hole ihn zu mir rüber und schlafe schnell wieder ein.
ca. 5:10 Sohnemann erinnert sich an seine momentan liebste, mir aber überhaupt nicht liebe Wachwerdzeit. Er rutscht im Bett hin und her, wirft Beine und Arme übereinander, verknotet sich mit mir und muss recht harsch an „Nacht“ und „dunkel“ erinnert werden.
5:45 Der Sohn schläft wieder, ich natürlich nicht. In den uns umgebenden, leicht industriell angehauchten Institutionen ist gleich Frühschichtbeginn, alle zwei Minuten höre ich Autotüren, Motoren und andere technische Geräte inkl. Laubsauger.
6:30 Wir stehen auf und gehen unseren morgendlichen Tätigkeiten nach: Sohn puzzelt, ich mache das Frühstück, mache mich fertig und habe sogar noch Zeit für den Haushalt, weil wir heute vor der Kita noch zum Kinderarzt müssen, aber den Termin erst um 8:20 haben.
8:10 Gestiefelt und gespornt verlassen wir das Haus und treffen auf die Handwerker, die hier seit Wochen für Lärm und Dreck sorgen. Alle anderen Mieter mussten ausziehen, wir sind hier die letzten Mohikaner. Freundlichkeit siegt, sie können ja auch nix dafür ;).
8:20 Wie schön, den Weg zum Arzt können wir schon ohne Buggy oder Manduca zurücklegen! Beim Arzt dürfen wir gleich durchgehen, der Sohn ist davon nicht begeistert, er verpasst das Spielzeug im Wartezimmer.
8:40 Wir sind fertig, Monsieur Wollgespinst weint, weil er nun auch noch die Spieleküche im Behandlungszimmer zurücklassen soll. Der anschließende Einkauf in der Apotheke, die auch Spielzeug hat, versöhnt ihn.
8:55 Wir sitzen im Auto (juhuu, ohne Kratzen heute), ich fahre den Sohn zum Tagesvater.
9:20 Arbeitsbeginn für mich, heute leider in einer von mir ungeliebten Bibliothek, die benutzerunfreundlich und Baustelle ist (Ortskundige dürfen jetzt raten, welche). Die Aufsicht macht mich darauf aufmerksam, dass mein Studentenausweis nicht aktuell ist (kurzer Adrenalinausstoß: Wo ist der aktuelle?! Nachtrag: immer noch nicht gefunden…).
12:20: Auf geht es in die Mensa, Essen und Reden mit einer Freundin, mit der ich kürzlich einen tollen Workshop besucht habe.
13:30: Schnell nach Hause und ein bißchen Haushalt, Bad putzen, Wäsche rein. In der Restzeit schaue ich noch „Grenzgang“ fertig, dessen Ende ich gestern leider wegen Schlafbedarf nicht mehr geschafft habe (Fazit: ziemlich brave Umsetzung des Buches, natürlich mit zahlreichen Kürzungen) und recherchiere Buchtitel und -verfügbarkeiten für die Arbeit.
14:20 Ich nehme eine Freundin mit zur Kita, Teil unserer sehr praktischen Fahrgemeinschaft. Wir reden noch über alle uns bekannten Weihnachtstermine und -basare und verabreden uns für das Wochenende.
14:30 Heute Trockenwerdunfall beim Sohn, Kleiderbeutel für mich :/. Der Sohn freut sich über das voll besetzte Auto und auf den Supermarktbesuch im Anschluss.
14:50 Wir entern den Supermarkt und versorgen uns für die nächsten Tage. Am Ausgang ist leider das erste Mal das Spieleauto in Realbetrieb und der Sohn weiß jetzt, dass sich das Teil bewegen kann, wenn man Geld reinwirft *grmpf*. Ich mache ihm klar, dass ich dafür kein Geld ausgeben möchte. Mit Taschen in der einen, Kind an der anderen Hand ab über die belebten Haupstraßen.
15:30 Wir sind zuhause, trinken Kaffee mit Mandarine und Lebkuchen. Kerzen an, Weihnachtslieder singen usw *hach*. Ich brauche eine kurze Pause und stricke ein bißchen an einem Weihnachtsgeschenk. Natürlich verzähle ich mich und muss ribbeln.


17:00 Der Mann kommt nach Hause, ich bin froh, dass er gut angekommen ist. Nach 24h-Dienst und Tagschicht noch eine zweistündige Autofahrt ist für mich jedes Mal wenig beruhigend. Ich weiß nicht, wie oft die Mannschaft nachts raus musste. Diese Woche ist auf jeden Fall geschafft und wir haben sogar drei Tage Wochenende als Familie vor uns.

17:30 Mann und Sohn nehmen die Weihnachtspyramide in Betrieb. Danach fangen wir mit der Abendessensvorbereitung an. Es gibt Toast mit Brokkoli-Tomaten-Sauce und geriebenem Käse, mmh!



18:00 Abendessen mit Kerzenschein.
18:30 Wir müssen noch schnell den neuen Lattenrost für das Kinderbett aufbauen. Der alte ist dem ätzenden Speckkäfer zum Opfer gefallen. Ich taue Paul, die Puppe, wieder auf, die ich vorsorglich (weil Schafwolle) eingefroren hatte, ich hoffe, er ist mir nicht böse deswegen. Natürlich passt der Lattenrost wegen überstehender Schrauben nicht ins Bett, also morgen.


19:30 Nach Aufräumen, Badezimmer und Co bringt der Mann den Sohn ins Bett. Ich stricke und schreibe Mails.
20:00 Zu zweit auf dem Sofa, endlich! Schallplatte und Süßes für uns, Planungen für Weihnachten, Bewerbungen usw. Um halb zehn ab ins Bett, Wintermüdigkeit…



Mittwoch, 27. November 2013

Wintereinzug

Der erste Schnee, auch bei uns im hessischen Grün- und Regenland! In passender Stimmung habe ich gestern die Herbstdekoration abgeräumt und mit dem Sohn die Adventskiste durchstöbert. Anders als sonst nicht nüchtern und pragmatisch, sondern in schon ganz besonderer Stimmung, was in erster Linie an meinem von Weihnachten völlig begeisterten Helferlein lag: Die Weihnachtspyramide haben wir nun schon dutzende Male „Stille Nacht“ spielen lassen, der kleine Herrnhuter Stern im Küchenfenster wurde lauthals bewundert, wir haben alle Lieder aus meinem Lieblingsweihnachtsbuch gesungen und eine abendliche Lichterketten- und Kerzendisco veranstaltet (um nicht in Kitsch zu versinken, musste als musikalische Untermalung Hier tanzt die Maus herhalten).



Ich habe unseren persönlichen Adventsstart auch dazu genutzt, in Vorumzugsstimmung auszumisten, in meinem Flohmarkt gibt es einige Adventsartikel, die ich gern mit euch tausche etc. Kommentiert bei Interesse einfach, ich bemühe mich dann um eine schnelle Abwicklung, damit ihr die komplette Adventszeit etwas von den Dingen habt.

Sonntag, 24. November 2013

WKSA Teil 2


Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen /
Jahaa, das würde ich vielleicht gern, weil soo tolle Modelle dabei sind, aber eigentlich alle würden meine Kompetenzen maßlos übersteigen  vielleicht in fünf Jahren dann mal ;)
Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden /
Dank des Zuspruchs von buntekleider und ihren wunderbaren Beispielen für Laurel, habe ich mich doch dazu entschieden, Laurel von Colettepatterns zu kaufen. Wegen der ungefähr tausend Schnitt- und Ausstattungsvarianten, von Taschen über Cuffs bis hin zu einer Version als Oberteil kann ich den Preis mittlerweile gut verschmerzen. Die Anleitung ist ausführlich und reich bebildert, ich war fast ein wenig überfordert von so viel Information...




Bild via Colettepattern.com


Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell /
Das wäre für mich sicherlich ratsam, aber, nee, nee, ich fürchte, dann wird das Originalkleid frühestens an Weihnachten 2014 fertig. Ich bestelle jetzt meinen Samt oder evtl. einen Wollstretchstoff und hoffe, dass ich damit zurecht komme. Zu diesem Zweck habe ich immerhin heute ein kleines Samt-Fleece-Säckchen für ein Weihnachtgeschenk genäht. Bis auf das nervige Gefussel ging es. Wäre trotzdem eine spezielle Nadel für Stretchsamt ratsam? Eine Jerseynadel?!



Taddaa, zugeschnitten! / 
Ich mutiere hier ja nicht gleich zum Oberstreber  für mich war es in dieser Woche Herausforderung genug, die passende Größe zu ermitteln (ich bin bei Größe 0 herausgekommen und gespannt, ob am Ende alle passt), den Schnitt überhaupt richtig auszudrucken (dass Adobe auf 96% verkleinert, war mir bislang völlig unbekannt, nachdem ich alles ausgedruckt hatte, zwischendurch Toner und Papier kaufen musste, eröffnete mir der Gatte, dass er an der Arbeit einen Plotter nutzen könnte ^^) und die Anleitung grob zu verstehen. Englische Strickbegriffe kenne ich, beim Nähvokabular saß ich teils recht ratlos da und habe mir jetzt Spickzettel geschrieben. Den Schnitt bastele ich heute zusammen, aber wohl erst abends. Mütter wissen, weshalb ;)


Der Stoff reicht nicht, Hilfe!
Wenn ich ihn schon gekauft hätte, könnte ich dazu mehr sagen *räusper*. Ich gelobe, ihn heute noch zu bestellen. Die Stoffwahl ist für mich übrigens als Nähanfängerin die größte Herausforderung, wir haben hier kein Geschäft für Bekleidungsstoffe o.ä., dabei bräuchte ich eigentlich eine Beratung und Anfassen...

So, jetzt schau ich noch bei den anderen Nähdamen vorbei!

Donnerstag, 21. November 2013

In der Weihnachtswerkstatt

Die ersten richtig kalten Tage und bis Weihnachten ist es nur noch ein Monat: Langsam geht es hier an die konkreten Vorbereitungen, es wird gebastelt, gestrickt, genäht, gestrickfilzt und ein wenig eingekauft für meine Eltern, Schwestern, Freunde und die Schwiegerfamilie.
In den nächsten Wochen stelle ich dann das eine oder andere Geschenk schon vor, aber nicht alle, denn Psst!
Es gibt MITLESER ;)

An was arbeitet ihr gerade? Bekommen auch die Kinder etwas Selbstgemachtes? Und wer wird beschenkt?

Sonntag, 17. November 2013

WKSA Teil 1

Bis zur letzten Sekunde habe ich gezögert, ob ich mich an so etwas Großes wie ein selbst genähtes Kleid überhaupt schon herantraue... Aber jetzt wage ich es doch, wenn auch mit einigen Vorsichtsmaßnahmen und der Reißleine in Form einer eventuellen Aufgabe der Projekts. Erst einmal lasse ich mich aber davon anstecken, dass so viele Nähdamen teilnehmen und wunderbare Ideen haben.


Stoffwahl: Für unser Weihnachtsfest möchte ich den absoluten In-Stoff der Saison benutzen, der wird auch meine größte Herausforderung sein: Samt. Er soll schön glänzen und farblich im Bereich Aubergine/Violett liegen. In meinem Vorbildkleid (s.u. im Text) wurde ein Stretchsamt vom Roten Faden ausgewählt:

Quelle: aachen-stoffe.de

Tipps zur Verarbeitung dieses für mich noch unbekannten Mediums nehme ich gern an! Im Vorfeld werde ich schon mal einige Geschenksäckchen usw. aus Samt nähen, um ein Gefühl dafür zu bekommen. Kann mir jemand eine Nadel-Empfehlung geben?


Schnitt: Bei Oh-Mimmi habe ich ein grandios schönes Samthängerchen gesehen. Der Schnitt geht genau in die Richtung, die ich gern hätte: Untailliert, eher A-Linie mit 3/4-Ärmeln. Allerdings ist mir das Schnittmuster als Anfänger echt ein wenig zu preisintensiv. Hat jemand eine Idee, wo es so einen Grundschnitt etwas günstiger gibt? Er sollte auch schon für kleine Größen, sprich 32 oder 34, verfügbar sein.

Als Alternative bei völliger Überforderung, Nervenzusammenbrüchen und Ratlosigkeit könnte ich mir mit etwas äh dezenterer Stoffwahl auch dieses Modell vorstellen, das sollte machbar sein - allerdings berichten so viele von Schwierigkeiten mit den Burdaschnitten. Trifft das wohl auch für so einen Super Easy Schnitt zu?

Quelle: Burda

Freitag, 15. November 2013

Bundesweiter Vorlesetag - Unsere Lieblingsbücher



Zum heutigen Vorlesetag muss ich beinahe einen Eintrag schreiben, oder findet ihr, dass es für eine Germanistin, die außerdem jeden Tag gefühlte dreißig Bücher vorliest, eine Ausrede geben könnte?


Deswegen stelle euch heute einige kleine Buchschätze vor, die wir abseits der Ravensburger-Überschüttung in allen Buchladenketten heben konnten:

Auf einer kurzen Fahrtpause in Hildesheim stieß ich in einem völlig unscheinbaren Secondhandladen auf die von Jan Lenica illustrierte Geschichte „Theo, der Schneemann“ (nur antiquarisch erhältlich). Die kräftigen Farben, wuchtigen Flächen und nur sparsam mit Details ausgestatteten Bilder gefielen mir sofort. Erst später stellte ich fest, dass ich Lenica bereits von einigen Briefmarkengestaltungen (dazu der Wiki-Link) her kenne. Mittlerweile hat es Theo bei uns in der Lieblingsbüchergarde recht weit nach oben geschafft. Erzählt wird, wie der Schneemann Theo sich abends ohne die spielenden Kinder um sich herum schrecklich langweilt und – angeregt durch einen Zugvogel – auf die Idee kommt, in den warmen Süden zu fahren. Natürlich geht der Plan nicht auf, denn im sonnigen Domizil angekommen ist Theo nur mehr eine Pfütze. Er steigt in die Wolken auf, die ihn wieder nach Hause zu den Kindern bringen. Voller Freude bauen sie einen neuen Schneemann – und noch dazu eine ganze Familie für ihn, damit er fortan nicht mehr einsam ist.


Lenica hat es mir so angetan, dass ich zwei weitere Titel antiquarisch bestellt habe: „Verrückt ist ganz normal“ und „Timo der Eisbär . Letzteres ist noch zu komplex für unseren Zweijährigen, aber die Geschichte vom roten Krokodil, das Kopfstand machen kann, ist sehr liebenswert.

Ganz neu ist ein Klassiker der Kinderbuchautoren bei uns eingezogen: Erwin Moser mit seinem Band „Das Findelkind“. Es handelt sich dabei um eine Sammlung von 22 Gute-Nacht-Geschichten, die jeweils mit ein bis zwei Bildern illustriert sind. Alle Zeichnungen sind sehr detailliert und detailverliebt. Die Geschichten beflügeln die Phantasie, etwa, wenn vom geheimnisvollen Kürbisflugzeug, das vielleicht sogar ganz ohne Motor fliegen könnte…, erzählt wird. Einige sind noch etwas zu anstrengend, mit Priscilla, der Maus, und ihrem Wintergast aber oder dem missglückten Skiurlaub des Katers Maurizius kann Monsieur Wollgespinst schon mitfühlen. 



Insgesamt glaube ich, dass Kinder schon sehr viel früher als man glaubt, durchaus mit abstrakten Dingen, Handlungen und Gefühlen in Lesetexten zurechtkommen. Sich von vornherein auf Farben, Zahlen oder Fahrzeuge zu beschränken, wie es in den meisten Büchern für unter Dreijährige der Fall ist, langweilt erstens die Vorleser ;) und führt auch gar nicht zum Spezifischen an Büchern und Lesen. Wir üben die Farben lieber an echten Gegenständen – beim Lesen freut mein Sohn sich auf die Figuren und deren Erlebnisse.


P.S. Der Sohn hat mich beim Verfassen des Eintrags erwischt und natürlich sofort das oronksche Buch angeschleppt, ich bin dann mal beim Vorlesen...