Donnerstag, 17. Juli 2014

Beere und Blüte

Für das Mädchen gab es zunächst einmal gar keine typischen Mädchendinge - wir haben uns bei der Geburt überraschen lassen und ganz gleich, ob männlich oder weiblich, stand schon im Vorhinein fest, dass das kleine Geschwisterchen die Kleidung des großen Bruders würde auftragen müssen. Jetzt habe ich aber die vielen Schlafstunden der Babys in den ersten Lebenswochen genutzt, um ein kleines bißchen Rosa in die Strickgarderobe der kleinen Dame zu bringen. Ein Mützchen nach bewährtestem Modell mit bewährtem Garn ist es geworden, noch etwas groß, sodass das Häubchen wie ein Blütenkelch auf dem Kopf sitzt. In den allerschönsten sommerlichen Beeren- und Blütenfarben.


Garn: Online, Supersocke 100 Bambus, Fb. 951 (ein tolles Garn für sommerliches Gestrick, leicht und kühl auf der Haut)
Nadeln: 3 mm und 2,5 mm
Anleitung: Norwegian Sweet Baby Cap, in der größten Größe (das Häubchen fällt recht klein aus, ich ergänze auch immer einige Runden in der Höhe), bereits hier, hier und hier gestrickt. Die Bändchen stricke ich überlang (ungedehnt 38 cm), weil wir die Häubchen über der Brust gekreuzt binden, damit keine Schleife am Kinn sitzt.

 

Mittwoch, 9. Juli 2014

Wochenbettleben


Ich sitze (und diesmal ist das Sitzen auch möglich, was eine Erleichterung…) am Esstisch, in den Händen ein kleines Strickprojekt, das zur Geburt meines Herbstneffen fertig sein soll, auf der Zunge den Geschmack meines Lieblingstees, den der Mann jeden Tag für mich aufbrüht. Das kleine Wunderwesen, eben noch in meinem Bauch, liegt friedlich schlafend hinten in meinem Bett, der Sohn spielt selbstvergessen im Sandkasten. In mir Dankbarkeit und das Gefühl, ganz da zu sein, wo mein Platz ist.


***Und nur fünf Minuten später kehrt der Dauerregen der letzten Tage mit einem Gewitter wieder und hüllt diese Tage in ihr besonderes Kleid, verwoben aus Hitze und erfrischenden Wolkenbrüchen. Wie vor zwei Jahren und zehn Monaten.***
 
Obwohl wir vor der Geburt nicht wussten, ob ein weiterer Sohn oder ein Töchterchen hier einziehen würde, erwischt mich die rosa Hormonwolke gerade etwas: Nicht, dass mich die schreckliche Asia-Import-Katze oder sonstige Grausligkeiten auf einmal in Verzückung versetzen, neeein, aber ich sehe mein kleines Mädchen schon in süßen Punktekleidchen auf Bordsteinen balancieren oder im ausgestellten Dufflecoat vor Winterlandschaft: Kitsch as Kitsch can. So, und als nächstes Gestrick gibt es hier garantiert was für echte Prinzessinnen…
 
***Die Männer waren erfolgreich auf Shoppingtour. Ich bin ja ein bißchen neidisch, aber die schönen und dringend benötigten Schuhe söhnen mich mit dem Zuhausebleiben aus. Am besten kam beim Sohnemann aber natürlich die Legoplatte an. Zu seinen derzeitigen Bauvorhaben hielt er mir mit ernster Miene einen ca. fünfminütigen Vortrag***
 
Bei der momentanen Verköstigung komme ich mir ein bißchen vor wie im Vier-Sterne-Hotel. Von einer opulenten Obstauswahl über gesunde und Stillmamas sättigende Mittagsgerichte bis hin zu unseren geliebten Familienkaffeerunden kriege ich alles geboten. Liebe an den Mann. Und an den Beerensommer.
 

Mittwoch, 2. Juli 2014

Erst einmal vielen Dank für die herzlichen Glückwünsche und Kommentare zur Geburt unserer Tochter, ich freue mich sehr darüber!

Nach dem kleinen, einfachen Strampler habe ich doch noch so richtig Lust auf die Neugeborenenstrickerei bekommen: Für unser Sommerkind, das schon jetzt eine ähnlich empfindliche Haut wie sein Vater und sein großer Bruder verrät, habe ich auch ein zweites Mal zur wunderbar glatten, kühlen Rowan-Organic-Qualität gegriffen und diesmal das Puerperium-Jäckchen gestrickt, das mir, nicht allein wegen des lateinischen Namensursprungs, schon lange gut gefällt.


Die simple Konstruktion von oben führt wie so viele einfache Schnitte die Faszination des Strickens vor: Ein paar Zunahmen und schon haben sich Schultern, Brust und Rücken geformt. 



Mit dem leicht changierenden Garn ist es noch eine besondere Freude, dem winzigen Kleidungsstück beim Entstehen zuzusehen. Um das sehr schlichte Modell samt dezentem Garn etwas aufzuwerten, habe ich leicht rosafarben schimmernde Knöpfe angebracht. Die pudrigen Farbtöne passen einfach wunderbar zur pfirsichweichen Haut und dem unaufdringlich-süßen der Duft, der Babys umgibt. Und wenn unser Maderl das Jäckchen trägt, ist die hormongeladene Mama gleich noch ein bißchen verliebter.


Nadeln: 4 mm
Farbe: 990 oak apple
Anleitung: Puerperium Cardigan, freie Anleitung, auch auf Deutsch, Version mit geraden Ärmeln
Größe: 0-3 Monate

Sonntag, 29. Juni 2014

Neues Leben



Unser Mädchen, am 28.06. im Schutz der Nacht zuhause geboren,
4130 g und 53 cm mehr als Teil unserer Familie



http://www.meine-geburt-natuerlich-sicher.de

Samstag, 21. Juni 2014

Ready for Ankunft – Babys Ecke ist fertig

Mein Nestbautrieb hielt sich – wie auch schon in der ersten Schwangerschaft – in ziemlich engen Grenzen. Shoppen und Dekorieren, Babyzimmer und größere Neuanschaffungen liegen mir gar nicht, eher mache ich nochmal etwas selbst.



Für das Schlaf- und Babyzimmer, das bei uns ganz in Grün- und Erdtönen gehalten ist, gibt es diesmal eine ganz schlichte Lösung: Zum Anstellen haben wir ein richtiges Kinderbett gewählt (mit viel Glück just bei den Kleinanzeigen gesichtet), ein antikes Modell (wie bei Stefanie), das sich schon bei unserem Sohn sehr bewährt hat. Für eine gute Verbindung zwischen den Betten eignet sich übrigens so ein Matratzenkeil ganz wunderbar, wir haben ihn einfach gekürzt. So haben wir auch zu viert genug Platz im Bett, wenn der Große nachts mal herüberwandert. Als Abgrenzung fürs Baby nutze ich Stillkissen. Für eines habe ich noch einen Bezug genäht, der aber einen eigenen Beitrag bekommt. Beim Schlafsack greife ich auf Altbewährtes zurück.

Babys Sachen werden in einem gebraucht gekauften Malm untergebracht, den Wickelaufsatz hat der Mann mit wenig Aufwand und Geld selbst gebaut, ein Masking Tape verdeckt offene Schraubverbindungen. Zuletzt zog noch ein kleiner Feenreigen ein, den ich bei Fräulein Otten erstanden und auf die zu Liebermanns Garten passenden Farben reduziert habe. Jetzt liegen auch schon alle Dinge bereit, die von der Hebamme evtl. gebraucht werden, die erste Wäsche ist gefaltet und sortiert.




Freitag, 20. Juni 2014

Kochtopfblick


Passend zum großen Ernährungsspezial in der ZEIT gibt es heute die schon lange versprochenen Einblicke in unsere Kocherei: Wie man sieht, gibt es bei uns sehr buntes Essen mit viel Gemüse. Wenn man den großen Umfragen, Statistiken und Trendermittlungen vertrauen möchte, ist unser Ernährungsstil damit nicht sonderlich mehrheitsfähig. Angeblich wird weiterhin ohne Unterlass Fast Food konsumiert, die Vegetarierquote dümpelt bei 1-2 % vor sich hin und wer sich für Kulinarisches interessiert, baut seine Fähigkeiten sogleich zur angestrengt-verbissenen Hobbykoch-Liga mit eigener Messerkollektion und gewagtesten Eigenkreationen aus.
Obwohl ich nicht ganz glauben mag, dass nicht Millionen von Haushalten außer uns mit Unterstützung durch Halbfertigprodukte wie Pesto oder TK-Blätterteig und Frischzeug zumindest mehrmals in der Woche eine leckere und doch noch halbwegs nährstoffreiche Mahlzeit auf den Tisch bringen, kann der eine oder andere von mir Anregungen für seinen Kochalltag mitnehmen. Meine Gerichte haben gemeinsam, dass sie a) recht schnell auf dem Tisch stehen, b) aus flexiblen Komponenten bestehen und c) ohne festes Rezept gekocht werden können. Mein Vorgehen ist dabei immer recht ähnlich, man könnte auch „eingefahren“ sagen ;), denn ich kombiniere vorhandenes Frischgemüse mit einer Komponente, die schön satt macht, und Dauerbrennern wie Feta, TK-Spinat, Pinienkernen usw. So bleiben nur wenige Reste und unser Sohn lernt insgesamt recht viele und saisonale Zutaten kennen. An diesem Wochenende müssen wir uns tränenreich von der Spargelzeit verabschieden, ein 1,5 kg Abschlusseinkauf tröstet uns hoffentlich darüber hinweg...

Gnocchi mit Spinat-Paprika-Feta-Gerührtem
Frühlingsofengemüse mit Kresseschmand und jungen Kartoffeln
Pilzrisotto mit Spinat und getrockneten Tomaten
Spirelli mit Lachs-Spinat-Sauce
Blumenkohlauflauf mit Gröstl
Scharfes Nudelgratin mit Möhren und Feta
Grillgemüse mit Tofuwurst, selbstgemachter Kräuterbutter und Mozzarella aus dem Päckchen
Gebratener Spargel mit Auberginen-Tomaten-Reis
Bulgurpfanne mit Feta



Spargel mit Kapern-Tomaten-Butter
Asiatische Pfanne mit Basmatireis
Glasnudeln mit Spargel-Pilzgemüse und Tofu
Erdbeerzeit!
Spargel-Zuckerschoten-Salat
Waffelzeit
Lauwarmer Couscoussalat mit Mozzarella und Spargel
Spontane Restepfanne
Nudelsalat fürs Grillen



Bratkartoffeln mit frischem Gemüse und Basilikumtofu
Schnelle Spirellipfanne
Abendrohkost
Spinatquiche
Vegetarischer Würstchenauflauf
Weißes Spargelrisotto mit Salbei
Vesperzeit
Spargelflammkuchen
Spontane Nudelpfanne

Sonntag, 15. Juni 2014

Junigeburtstag

mit


… wechselhaftem, spannendem Wetter (wie immer)
… Blumenpracht und blumigen Grüßen


… vielen Erdbeeren und Kuchen vom liebsten Ehemann


… dem ersten selbstgemachten Geschenk vom Sohn (der zur Feier des Tages bis nach 7.00 geschlafen hat!)
… viel Familienbesuch

… einem Bauch bei 39+0 auch etwas anstrengend
… viel Freude über liebe Gedanken und Grüße

Das wollige Geschenk in diesem Jahr: Karten für das Hamburger Wollfest im September - wegen Stillbaby für die ganze Familie...

Donnerstag, 5. Juni 2014

Strandläufer-Mütze


Ein Umzug in den Norden ließ mich sofort an weite Felder und Strände, Dünen, das Meer und im Wind gleitende Möwen denken. Bei diesen Stichworten beginnt in meinem Körper eine großzügige Endorphin-Ausschüttung  – meine Haare allerdings sind kein Freund der steifen Brise, sofort verdecken sie mir die Sicht und beginnen ein hinterlistiges Eigenleben. Deswegen habe ich mir eine strand- und seekompatible Mütze gestrickt. Auch im Sommer an der Küste nicht zu warm, in Dünenfarben gehalten und mit einer kleinen Reminiszenz an dickes Schiffstau im gezopften Bündchen. Ihren ersten Ausflug mit vollem Wirkungserfolg hatte meine maritime Kopfbedeckung am Wochenende in Warnemünde – hach!




Garn: Pflanzengefärbtes Sockengarn in Graublau und Dünengras/Salbei von Lavendelblau, das hellblaue (Holunderbeere) mit Seidenanteil.
Nadeln: 3,5 mm
Anleitung: eigenes Modell.




Dienstag, 3. Juni 2014

Balkongärtnerei



Nach unseren ersten Gehversuchen als Hobby-Gemüsegärtner im letzten Jahr fanden wir es wirklich schade, dass wir nun nur noch Balkonien bepflanzen können. Mittlerweile haben wir uns aber mit den immerhin sehr großzügig geschnittenen Balkonen arrangiert und können uns sogar über ein bißchen Küchenausbeute freuen! Pünktlich zum Aufblühen meines wunderbaren Rittersporn zeige ich euch deshalb, mit welchen Gewächsen wir mit unserer Süd- bzw. Südwestseite Glück hatten:


Rittersporn, Pfingstrose und ein geschenkter Vergissmeinnicht im Kasten: Sieht schön zusammen aus, nur die Pfingstrose ziert sich etwas und mag nur wachsen, nicht blühen.



Liguster und Margerite wurden samt Kästen als Sonnen- und Windschutz angeschafft. Beide explodieren geradezu.


Buschbohnen, hauptsächlich fürs Kind. Bisher kommen sie sehr schön, mal sehen, ob wir auch etwas ernten können!


 

Radieschen im Kasten: Bisher konnten wir schon EINES ernten ;). Wir waren durch den Umzug recht spät dran, aber ich bin guten Mutes, dass wir mit konsequentem Nachsäen noch zu einigen Abendessensschmankerln kommen werden.


Und der Nachwuchsgärtner mit seinem privaten Windpark Er scheint auf alternative Energien zu setzen...

  
Auf dem Südbalkon gibt es dann noch Tomaten, die aber bisher nichts Gute vermuten lassen, und natürlich Lavendel, der uns die sonnige Position mit starkem Wachstum dankt…
Ich geh dann mal gießen!
Mit welchen (Nutz)pflanzen hattet ihr Glück auf dem Balkon? Berichtet gern hier von euren Erfahrungen!

Montag, 19. Mai 2014

Maigrüße aus der Küche


Manche Menschen denken bei monotoner Ernährung vielleicht an zu viel Fast Food, Süßes oder Käsebrote. Aber auch in meiner Küche ist ein gewisser Grad an Eintönigkeit nicht zu verleugnen, obwohl es an Frischkost durchaus nicht mangelt: Nur kann ich im Mai und Juni nicht anders, als ständig Spargel, Rhabarber und Erdbeeren auf den Teller zu bringen! Der Spargelstand in direkter Nachbarschaft zu unserer Wohnung macht es aber auch schier unmöglich, anderen Gemüse- und Obstsorten mal wieder Achtung zu zollen. Nicht zuletzt begrüßt die dortige Verkäuferin den Sohn mittlerweile nur noch mit: „Da ist er ja wieder, mein Erdbeerfan!“. Wir frönen also noch eine Weile unserer Passion und unterdessen teile ich unser heute getestetes Rezept für einen Erdbeerkuchen, der mit Pinienkernen mal weniger süß als üblich daherkommt.



Erdbeer-Pinienkern-Kuchen (Originalrezept aus der kochen& genießen 05/2011, leicht variiert)

Fett für die Form
650 g Erdbeeren
200 g weiche Butter
150 g Zucker
1 Päckchen Vanillin-Zucker
Einen Spritzer Zitronensaft
Salz
4 Eier (Gr. M)
200 g Mehl
100 g Speisestärke
1 Päckchen Backpulver
2 Handvoll Pinienkerne

Springblech (ca. 30 cm Ø) oder Springform (28 cm Ø) fetten. Erdbeeren waschen, putzen und, je nach Größe, halbieren oder vierteln.
Butter, Zucker, Vanillin-Zucker, Zitronensaft und 1 Prise Salz mit den Schneebesen des Handrührgerätes 4–5 Minuten cremig rühren. Eier nacheinander darunterrühren. Mehl, Stärke und Backpulver mischen und portionsweise kurz unterrühren.
Teig ins Springblech streichen. Erdbeeren darauf verteilen. Mit Pinienkernen bestreuen. Im vorgeheizten Backofen (E-Herd: 175 °C/Umluft: 150°C/ Gas: Stufe 2) 45–60 Minuten backen (evtl. kurz vor Ende der Backzeit abdecken, ich habe die letzte Viertelstunde abgedeckt). In der Form auskühlen lassen.

Sonntag, 11. Mai 2014

Meine Woche

Nach der Umzieherei, einigen Wochen, in denen wir vor allem mit dem Verhältnis zwischen Kita und uns ;) und den neuen Eindrücken beschäftigt waren, standen nun die ersten festen Kurstermine, ein wenig Alltag, ins Haus. Ich habe mich richtig drauf gefreut und wurde auch nicht enttäuscht…


Liederkurs mit dem Sohnemann: Nette Runde, mit den anderen Kindern passts und im Flur gibt es eine Riesenrutsche – alles geritzt! Über die intellektuelle Güte der Liedtexte kann man sich natürlich streiten.



Geburtsvorbereitungskurs – mit den richtigen Leuten macht`s auch bei Kind2 noch Spaß. Und die Chemie mit der Hebamme stimmt: Erleichterung und Freude meinerseits. Highlightthemen für einige anwesende Väter in spe sind wahrscheinlich Schleimpfropf und durchschnittliche Geburtsdauer bei Erstgebärenden :D.


Mann in Rufbereitschaft. Da ist die Wohnung schnell mal voll.




Geburtstagsfeier bei einer Freundin in Hamburg (Für sie war der linksstehende Teil der Geschenkeparade): Wir gründen eine Norddeutschlandclique mit dem Ziel, alle lieben Menschen nach und nach hierher abzuziehen.



Flohmarkt in der Innenstadt – gut, dass wir einen Buggy als Lastentransporter haben. Ergebnis: Glückliches Kind für 5 € Investition in viel Plastik, glückliche Mama mit Sommerbluse, glücklicher Flur mit Spiegel, glückliches Bad mit Lampe, glückliche Eltern im Familiencafé (nebenbei etwas über Transition und den Kulturgarten Schwerin erfahren).



Muttertag – das erste Mal mit Selbstgebasteltem vom Kind und der Mann schenkt mir genau den Krug, den ich einen Tag zuvor ohne sein Wissen auf die Geburtstagswunschliste gesetzt habe.


Allen Mamas noch einen schönen Muttertag mit schief vorgetragenen Liedern, von Kinderhänden gebackenen Kuchen und vielen Blumen!

Freitag, 9. Mai 2014

Familienseelenbalsam


Der Sohn unruhig und auf Krawall gebürstet, ich unzufrieden mit zu wenig Zeit und Muße für größere Projekte und dann: „Mama, ich will nähen“. Nach einer halben Stunde halten wir ein kleines, sattviolettes Samthäuschen in den Händen. Ganz nach den Ideen des kleinen Handarbeiters, der schon selbst Farben kombiniert, Fäden abschneidet, das Gebilde mit Watte ausstopft und weiß, was Nähen, Stricken und Sticken bedeutet. Krumm und schief in aller Eile von mir bestickt, ehe die Kindergeduld ein Ende hat. Nun hängt es an der Wand im Kinderzimmer und ab und zu kann ich Petit Wollgespinst dabei beobachten, wie er das Häuschen dreht und wendet, lacht und zufrieden in die Hände klatscht…