Dienstag, 28. Oktober 2014

Früher an später denken: Weihnachten naht!

Normalerweise sprudeln bei mir bereits im August die ersten Ideen für kleine Weihnachtsgeschenke, Basteleien und vor allem Gestricktes. Mit Sommerbaby, Umzug usw. sind Kopf und Hände in diesem Jahr allerdings ausreichend beschäftigt – deswegen steht für mich wohl ein Weihnachten vor der Tür, an dem ich nur wenig Selbstgemachtes verschenke.


Umso wichtiger sind für uns die kleinen Adventstraditionen, die der Sohn mit drei Jahren nun schon ganz aktiv miterleben und gestalten wird. Ich mache mir also Gedanken über das...
...was wir backen wollen, zum Beispiel unseren schlesischen Honigkuchen und nur wenige Plätzchen, denn die bleiben hier immer liegen.
... zu welchen Gottesdiensten wir gehen, lieber in der Vorweihnachtszeit als zu den überfüllten Feiertagsterminen,
... an welche Organisation unsere alljährliche Weihnachtsspende geht,
... was wir an Heiligabend essen werden, wahrscheinlich Kartoffelsuppe mit V/Würstchen,
... wie wir es mit einem Weihnachtsbaum und 2 Kindern halten wollen, wir tendieren zu einem babysicheren Lichterbaum auf dem Balkon, der zu uns ins Wohnzimmer hineinstrahlt und so auch nach außen Freude macht.

Immerhin die Entscheidung für einen Adventskalender ist schon gefallen, es wird einen weihnachtlichen Sternenhimmel geben.

Falls ihr die Idee mitnehmen wollt:
Ihr braucht ein großes, möglichst einfarbiges Tuch, mind. 1,20 m auf 1,20 m und Powerstrips. Außerdem 24 Strohsterne und Stecknadeln/Reißzwecken/Klammern, je nach Material des Tuchs. Am professionellsten sind kleine Ösen, die ihr schon vorher im Tuch befestigt. Das Tuch mit den Powerstrips an der Wand befestigen. An jedem Tag im Dezember darf/dürfen das Kind/die Kinder dann einen Strohstern daran festpinnen.
An den Adventssonntagen gibt es bei uns zusätzlich jeweils ein weihnachtliches Pixibuch o.ä. Passend zu unserem Sternenhimmel besuchen wir in der Adventszeit die Schweriner Schlosskirche mit ihren Sternen.


Andere Adventskalenderideen sammelt übrigens Ramona!

Welche Adventstraditionen habt ihr in eurer Familie? Woran hängt euer Herz in der Weihnachtszeit? Welche Adventskalender mögt ihr besonders gern?

Freitag, 24. Oktober 2014

Freitagskocherei: Herbstliche Apfel-Schmand-Pizza

Achtung, hier kommt Herbst pur! Neben Äpfeln wandern nämlich auch noch Echaloten, Pilze und herzhafter Käse auf die Pizza. Noch dazu ist sie schnell gemacht und passt wie Flammkuchen hervorragend zu Federweißem!



für ein Blech:

- 1 Pk. frischer Blech-Pizzateig aus der Kühlung (= 400 g) oder selbst zubereiteter Pizzateig, wir backen immer nach dem Alnatura Grundrezept. Die Mehltype ist das Wichtigste, zu feines Mehl bringt kein schönes Ergebnis.
- 150 g Schmand
- 1-2 EL Milch
- Salz, Pfeffer aus der Mühle
- 2 TL getrockneter Thymian
- 40 g Rindersalami in Scheiben, falls man Fleisch mag
- 1 Echalote
- 1 großen, säuerlichen Apfel
- 5-6 frische Champignons
- geriebener Käse, am besten eine würzige Sorte

- Pizzateig zubereiten und gehen lassen bzw. Hefeteig aus der Verpackung nehmen. Auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech rollen. Schmand mit Milch glattrühren, mit Salz, Pfeffer, Thymian würzen, auf dem Teig gleichmäßig verstreichen. Anschließend halbierte Rindersalamischeiben darauf verteilen.
- Echalote abziehen, in feine Ringe schneiden. Apfel schälen, vierteln, Kerngehäuse entfernen, Viertel in schmale Spalten schneiden mit Echalotenringen auf dem Teigboden verteilen. Pilze putzen und in Scheiben schneiden, ebenso verteilen. Käse darüberstreuen. Fladen im 200 Grad heißen Ofen ca. 25 Min. goldgelb backen.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Ein Shirt fürs Babymädchen

Als ich zehn Jahre alt war, philosophierte ich mit den besten Freundinnen gern darüber, wie wir mal unsere Kinder nennen würden. Man könnte das jetzt verrückt nennen, abstrus oder schlicht ungewöhnlich. Aber immerhin verwundert es dann nicht mehr, dass ich auch seit ungefähr zehn Jahren eine nicht mehr tragbare Schlafhose aufbewahre, mit umziehe und immer mal wieder aus der Kiste hervorhole, weil ich sie für Babykleidung so toll fände. Wohlgemerkt hatte ich vor zehn Jahren zwar schon den Mann zu meinen Kindern, aber der hatte damals gerade mal die eigene Volljährigkeit erreicht…


Wie dem auch sei: Es ist vollbracht. Aus der Pyjamahose wurde in einer für mich als Nähneuling noch leicht wundersam anmutenden Metamorphose ein Shirt für Babymädchen. Ich habe mich an die sehr klare und Mut machende Anleitung für Kuvert-Shirts in „Das Mama-Nähbuch“ gehalten und bin damit sehr gut gefahren. Ganz bezaubernde Teilchen aus diesem Buch stellt immer wieder auch Bora von Kirschkernzeit vor, darunter auch das Shirt. Beim nächsten Mal werde ich, wie sie es vorschlägt, die Saumnaht auch erst ganz zum Schluss nähen, um ein schöneres Ergebnis zu haben.



Anleitung: Kuvert-Shirt von Meg McElwee in „Das Mama-Nähbuch“ (im Original „Growing Up sew liberated“ und mit viel schönerem Cover)
Größe: 0–6 Monate, passt dem Baby mit 4 Monaten sehr gut.

Stoff: Pyjamahose vom Modeschweden, Bündchenware von Stoff und Stil.

Montag, 20. Oktober 2014

Rezension: Mama-Baby-Strickbuch von Gabriela Widmer-Hanke

Beim Hamburger Wollfest konnte ich mich auch auf einen gemütlichen Kaffee mit Ela treffen. Thema war natürlich vor allem ihr Strickbuch, das Mitte September auf den Markt kommen sollte. Nun darf ich für ihren Erstling eine Rezension verfassen, also: Butter bei die Fische!


Konzept, Inhalt und Aufbau: Elas Titel ist Teil einer kleinen Reihe, die im Edition Michael Fischer Verlag erschienen ist; man kann ähnlich konzeptionierte Bücher auch rund um Genähtes und Gehäkeltes erwerben. Inhaltlicher Rahmen und Design fungieren hier als roter Faden, was bei Buchliebhabern und Sammlernaturen schon mal Pluspunkte bringt. Im Strickbuch findet man 27 Projekte, hauptsächlich Kleidung, aber auch Decken, Spielzeug und Co, die durchweg für Babys im ersten Lebensjahr gedacht sind. Für alle Kleidungsstücke sind jeweils zwei Größen berechnet, entweder für Neugeborene bis drei Monate alte Babys, sowie drei bis sechs Monate alte Kinder oder für letztere Spanne und sechs bis zwölf Monate alte Krabbelbabys. Neben spezifischen Neugeborenen-Modellen wird auch nach Jungen und Mädchen unterschieden. Meiner Meinung nach hätte es das nicht gebraucht, denn bis auf ganz wenige Teile finde ich die Modelle für beide Geschlechter tragbar; genauso bin ich auch der Meinung, dass nicht nur Mamas für ihre Babys stricken dürfen, wie es die Reihe suggeriert – aber da lande ich in größeren Diskurszusammenhängen...


Neben den Anleitungen gibt es einen kurzen Grundlagenteil, der auf die im Buch vorkommenden Techniken angepasst ist, und einige Anmerkungen zum verwendeten Garn und möglichen Alternativen. Weil die Marken (Holst, Madelinetosh und Rosy Green Wool) in Deutschland vorwiegend online zu bekommen sind, ist das ein sinnvolles Extra.


Modelle und Anleitungen: Wer Elas Blog liest, erkennt hier schnell ihre ganz persönliche Handschrift wieder, denn die Entwürfe sind durchweg schlicht gehalten und bestechen durch klare Strukturen und präzis eingesetzte Details. Die edlen und in eher matten Farben ausgewählten Garne unterstützen diese Vorliebe. Erfreulich finde ich, dass auch die Anleitungen sehr klar formuliert und strukturiert sind, besonders die kurzen Anmerkungen zur Strickweise erleichtern die Arbeit sehr und machen das Buch auch für Strickanfänger geeignet. Ich etwa stricke gerade die kleine Wickeljacke, zu der man schon vorab erfährt, dass sie von oben nach unten gestrickt wird, ohne Nähte gearbeitet ist usw. Meine Favoriten unter den Modellen sind ein zarter Cardigan für Mädchen, eine Latzhose und eine robuste Kapuzenjacke.


Gestrickte Accessoires fand ich bei meinen Kindern immer eher weniger praktisch, aber die zwei gezeigten Decken oder auch den Schlafsack würde ich dennoch empfehlen.

Layout, Ausstattung und Design: Das Strickbuch besticht sofort durch eine wertige Verarbeitung, denn es ist ein Hardcover mit schweren, griffigen Seiten, hervorragendem Aufschlagverhalten (sehr wichtig für gleichzeitiges Lesen und Stricken!) und schönen Details, etwa gestaltetem Vorsatzpapier. Das Design und auch einige typographische Besonderheiten dagegen sind für mich etwas too much und nicht passend zu den schlichten Modellen. Neben verspielten Schriftarten, Rahmen und verschiedenen Hervorhebungsarten sind auch noch unterschiedliche Hintergründe sowie kleine Zeichnungen eingebaut. Wunderschön hingegen sind die Modellfotos, die gut ausgeleuchtet die wichtigen Details und Strukturen der Strickstücke zeigen (mehr Bilder hier und bei Ravelry). Und die Arrangement-Fotos: Hach!


Elas Strickbuch versammelt eine stattliche Zahl zeitloser und tragbarer Modelle für Babys im ersten Jahr zum recht kleinen Preis von 16,99 €. Die meisten Projekte sind schon für Strickerinnen mit eher wenig Erfahrung zu schaffen und – wichtig, falls das Baby schon auf der Welt ist – führen auch zu Erfolgen, wenn man unterdessen füttern, wickeln, kuscheln usw. muss. Hier werdet ihr sicher noch einige der Modelle zu sehen bekommen – viel Spaß beim Nachstricken! 

Freitag, 17. Oktober 2014

Freitagskocherei: Linsen-Kürbis-Topf mit Feta

Boa, boa, boa! So war unsere Reaktion beim Probieren dieses Gerichts. Eine wahre Geschmacksexplosion und Soulfood noch dazu, denn Linsen und Kürbis sind schön schlonzig, der goldelbe und krosse Feta stillt die Lust auf Brataromen und Salziges. Seitdem also eines unserer liebsten Herbstgerichte! Tipp: Der Feta gelingt besonders gut, wenn er sehr kalt ist, wir legen ihn kurze Zeit ins Gefrierfach.


Linsen-Kürbis-Topf mit Feta

für vier Esser:
1 kleine Stange Lauch
ca. einen halben kleinen Hokkaido-Kürbis
3 EL Olivenöl
120 g Beluga-Linsen
450-500 ml Gemüsebrühe
1  EL Balsamicoessig
Salz und Pfeffer aus der Mühle
2 Stück Feta oder mehr nach Hunger
1 EL Mehl

Lauch waschen, putzen, alles Weiße würfeln, das Grüne in breitere Stücke schneiden. Kürbis waschen und in größere Stücke schneiden.
Weiße Lauchteile in 2 EL Öl andünsten. Linsen und Brühe zugeben, ca. eine halbe Stunde köcheln lassen. Dabei nach 10 Min. Kürbis, nach 15 Min. Lauchgrün unterrühren. Ohne Deckel garen. Mit Essig, Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mischung darf ruhig noch Flüssigkeit haben.
Fetastücke halbieren, mit Mehl bestäuben. In 2 EL Öl bei großer Hitze auf jeder Seite goldgelb braten. Feta auf dem Linsentopf anrichten.
Originalrezept von tegut.

Freitag, 10. Oktober 2014

Freitagskocherei: Chicorée mit Pesto Rosso

Sucht ihr am Freitag oft noch Inspirationen für die Wochenendküche? Wenn ja, dann schaut in Zukunft einfach hier rein: In den nächsten Wochen stelle ich im Wollgespinst unsere Dauerbrenner vor. Wir kochen zuhause nur selten ein Gericht mehrmals, aber die allerbesten werden wiederholt und nun an alle, die Lust haben, sie auch auszuprobieren, weitergegeben. Und verlinkt dann gern eure Ergebnisse oder Variationen im Kommentar!

Chicorée mit Pesto Rosso
Ein tolles Essen für die Übergangszeit hin zum Herbst, wenn es noch geschmackvolle Tomaten und schon die ersten Wintergemüse gibt. Die ungewöhnliche Kombination von Chicorée und rotem Pesto lockt auch Leute, die den herben Knospen nichts abgewöhnen können, hinter dem Ofen hervor; auch unser Dreijähriger merkt so nichts mehr vom bitteren Geschmack. Wir haben des Gericht früher mit Schinken gekocht, aus dieser Zeit stammt auch das Foto. Mittlerweile essen wir es einfach vegetarisch. Das Baguette dagegen ist zentral, denn bei diesem Gericht handelt es sich um eines der bei uns sehr beliebten Wisch-Essen...


für 4 Esser:
2 Echaloten
1 Knoblauchzehe
2 EL Olivenöl
200 g Schlagsahne
100 ml Gemüsebrühe
Salz, Pfeffer aus der Mühle
ca. 6 Chicoree, je nach Hunger
1 Gläschen Pesto Rosso
wahlweise 100 g Kochschinken, dünn geschnitten
250 g Cocktailtomaten
80 g Parmesankäse am Stück
1 Baguette

Echaloten und Knoblauch abziehen, beides fein hacken, in Olivenöl glasig dünsten. Sahne, Gemüsebrühe angießen, mit Salz, Pfeffer würzen, etwas einreduzieren lassen.
Chicorée waschen, putzen, halbieren, harten Strunk herausschneiden. Je 1 TL Pesto auf der Schnittfläche des Chicorées verstreichen. Ggf. Schinken halbieren, jede Hälfte um einen halbierten Chicorée wickeln, in eine Auflaufform legen. Cocktailtomaten waschen, ebenfalls in der Form verteilen.
Sahnesauce darübergießen, Parmesan reiben, darüberstreuen.
Auflauf im 180 Grad heißen Ofen ca. 25-30 Min. goldbraun überbacken, zusammen mit Baguette servieren.
Originalrezept, das wir in den Mengenangaben abgeändert haben: http://www.tegut.com/rezept/ueberbackener-chicoree-mit-cocktailtomaten-und-pesto-rosso.html.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Beerenbuntes Jäckchen

Wenn sich die Lust auf romantisch Mädchenhaftes und die ganz pragmatische Absicht, Wollvorräte abzubauen, paaren, entsteht ganz flott ein kleines Jäckchen, gerade richtig für das Baby im Haus.


Der Maile Sweater ist ein zu Recht sehr beliebtes Modell: Schnell gestrickt, mit schönen Projektfotos ausgestattet und einer klaren Anleitung versehen. Ich habe das Buch „What to knit when you're expecting“ von Micha geschenkt bekommen und mich sehr über ihr liebes Päckchen gefreut! Allen, die Lust aufs Nachstricken haben, sei aber gesagt: Die Anleitung für das Jäckchen gibt es für eine Größe auch  frei über Ravelry.
Geändert habe ich die Raglanpartie: Hier ist im Original nochmal ein Lace-Muster vorgesehen, das mir aber mit meinem recht bunten Garn zu viel geworden wäre. Deswegen habe ich mich auf ganz schlichte, betonte Abnahmen beschränkt.
P.S. Und zwei Minuten nach den Bildern ist auch dieses Oberteil ein Fall für die Wäsche – aber über kleine Spuckliesen ein ander Mal...

–6 Monate, was sehr gut passt, unser Babymädchen ist 3 Monate alt und trägt 62
Garn: Koigu Wool, KPPPM Yarn P102. Nadeln: 3,5 mm.


Freitag, 3. Oktober 2014

Tag der deutschen Einheit...

... wir feiern ihn!




Ihr auch?

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Ihr Kinderlein kommet – Sunnyside Baby Cardigan

Babyflut am Wochenende! Meine Schwester und meine beste Freundin haben es geschafft, innerhalb von 24 Stunden ihre Babys im selben Krankenhaus zu bekommen, und so bin ich am 26. September Tante und am 27. Quasi-Tante geworden. Ich sag euch, das ist aufregender als beim eigenen Nachwuchs!


Für den Neffen sollte es ein Herbstkind-Jäckchen geben – weil das aber arg klein ausgefallen ist und das Baby eher groß, geht es jetzt einfach an das Minibaby der Freundin.
Der Sunnyside Baby Cardigan besticht durch ein klares Design und eine sehr schöne Passform, außerdem sind Jäckchen am Anfang viel leichter anzuziehen als normale Oberteile, was die Ersteltern freuen dürfte. Weil ich ein Symmetrie-Junkie bin, habe ich die Zöpfe so verändert, dass sie jeweils seitengleich verlaufen, das ist im Original nicht so (waaah!). Außerdem laufen meine Zöpfe auch an der Seitenlinie weiter, das finde ich harmonischer.


Ansonsten ist die Anleitung aber sehr schön geschrieben, es gibt auch eine Lochmusterversion und mehrere Größen.
Meine Garnwahl fiel nochmals auf die Madelinetosh Light (Akaleia, du erkennst sicher, dass ich gerade all deine Garne verwende ;)), diesmal in kräftigem Grün. Mir schwebten ursprünglich kastanienbraune Knöpfe vor, die aber hier nicht zu bekommen waren. So dürfen mal wieder die Perlmuttallrounder ran…


Anleitung: Sunnyside Cardigan

Nadeln: 3,5 mm
Größe: 3-6 Monate, fiel aber bei mir so klein aus, dass er nur für kleine Neugeborene reicht.

Montag, 22. September 2014

Diese Tage: Herbstfarben und -freuden

Im Alltag ereignet sich so vieles, das ich zwar kurz wahrnehme, vielleicht sogar in einem Foto festhalte, aber die Zeit für einen Beitrag nicht finde. Diese Gedankenschnipsel und Eindrücke sammle ich unter der Rubrik Diese Tage. Viel Spaß beim Anschauen und Lesen!

 September ist Heißluftballonzeit!

 Der Herbst zieht auf dem Obstteller ein!

 Und nach jedem Spaziergang wird der Monatstisch etwas voller und bunter

Herbstgestrick für das Herbstbaby: Deine große, große Familie freut sich schon auf dich, kleiner Neffe!

Sonntag, 14. September 2014

Wochenendnachlese


Ein regnerisches Wochenende liegt hinter uns, etwas trüb und grau, mit verschnupftem Baby, aber dafür mit umso spannenderen und bunten Erlebnissen. Ich hoffe, dass uns auch in einem eventuell langen, kalten Winter die Ideen nicht ausgehen, denn zu erleben gibt es genug!


Mit beiden Kindern und Besuch aus der alten Heimat ging es in die Gemäldegalerie. Auf Kinder wartet dort ein Erlebnisraum, der inmitten der Ausstellungsfläche gelegen ist. Für unseren Dreijährigen gab es hier mit Stempeln, Kleber, Farbscheiben und unzähligen Stiften viel zu entdecken, aber auch die Elfjährige fand noch genügend spannende Materialien, z. B. Boxen zum Selbstzusammenbauen. An Schienen können alle Künstler ihre Werke ausstellen und anschließend mit nach Hause nehmen. Auch wir konnten uns nicht zurückhalten und haben mitgebastelt, im Anschluss an die sehr gelungene Sonderausstellung zu Wiegers und Kirchner.
Im Hofcafé genossen wir die wohl regenbedingte Ruhe und statteten nebenbei noch den Pferden und Hühnern einen Besuch ab.
Immer wenn die Tage grau und kälter werden, regt sich in mir das Verlangen nach weichen, bunten Garnen und gemütlichen Stunden auf dem Sofa. Mit einer guten Freundin und allerliebsten Babystrickprojekten verbrachte ich also die Abende zugleich unterhaltsam und produktiv.



Und weil Micha nachgefragt hat, wie es auf dem Wollfestival in Hamburg war: Ich hatte einen sehr schönen Tag mit gleich zwei „Blinddates“: Ela und ihre Schwester hatten sich mit mir zu einem gemütlichen Kaffeetrinken verabredet – schön, dass wir uns so gut unterhalten haben! Auf dem Wollfest selbst habe ich mich mit einer ebenfalls strickenden Schwerinerin getroffen, die Zeit verging so wie im Fluge. Wir beide fühlten uns allerdings doch ein wenig fremd in dieser Welt. Ich stricke gern und viel, aber Garne, es mögen noch so große Berge davon sein, lösen bei mir keinen Adrenalinschub aus ;). Ein Strang Madelinetosh Sock durfte mit nach Hause reisen, aber ansonsten genügten mir zwei kleine Rundgänge über das bunte Treiben völlig. Mann und Sohn waren übrigens mit nach HH gekommen, verbrachten aber ihren Vormittag in Planten und Blomen. Gemeinsam haben wir dann noch köstlich zu Mittag gegessen und zu guter Letzt Züge im Bahnhof Dammtor angeschaut; der geneigte Leser kann sich denken, für wen dieser Tagesordnungspunkt gedacht war ;).

Donnerstag, 11. September 2014

Beeriges Herbstgestrick

Dass mit einem Baby im Arm vieles langsamer und manches gar nicht geht – daran muss ich mir erst wieder ein bißchen gewöhnen. Unerwartet lange habe ich deswegen auch an einem kleinen Beeren-Jäckchen für unser Mädchen, das ansonsten eher blau-dominiert angezogen wird, gestrickt. Der Strang Madelinetosh light heißt passenderweise Blackcurrant und fügt sich in mein derzeitiges Herbstgefühl ganz wunderbar ein. Hier färben sich langsam schon die Laubbäume, wir hatten das erste Wochenende in Nieselregen und viel Morgennebel…



Technisch bietet das kleine Wickeloberteil eigentlich keine Herausforderungen, glatt rechts in Einzelteilen gestrickt ist es eher etwas für nebenher. Dennoch habe ich kein ganz befriedigendes Ergebnis bekommen, denn der Häkelrand ist leider zum Teil aus einem alten Wollrest gearbeitet: In der Abschlusspikotreihe ging mir das Garn aus. Zudem wellt sich der Rand. Ich vermute, dass ich zu viele Maschen aus den Rändern herausgehäkelt habe. Mittlerweile kann ich mit diesem Volant-Effekt allerdings leben und anstatt weiter herumzumäkeln ziehe ich das Jäckchen dem Babymädchen lieber an, ehe es zu groß dafür geworden ist.
 


Anleitung: Cache Coeur aus Kuschelweiches für Babys und Kleinkinder von Stephanie van der Linden. Aus diesem Buch habe ich schon etliche Teile gestrickt, etwa den Babyoverall mit Smokelementen, diesen Spieler oder zuletzt diese viel getragene Latzhose. Statt Knöpfen als Verschluss habe ich eine Schleife aus Luftmaschen im Achselbereich gehäkelt.
Größe: 68
Garn: Madelinetosh Merino light in der Farbe Blackcurrant, mit einem Strang ging mir leider in der Pikotreihe das Garn aus...
Nadeln: 3 mm

Bruderkuss!