Samstag, 28. Februar 2015

Februar-Küche

Auch in diesem Monat war die Küche der meistgenutzte Raum bei uns: Hier ist immer etwas los, wir kochen täglich, sitzen mindestens zweimal am Tag zu viert und noch viel häufiger zu dritt am Tisch, reden, backen, putzen... Und so kann ich wieder bei Michas Monatsküche teilnehmen, denn an Bildern mangelt es nicht!


Mmmh, der Mann bringt Kuchen mit. Genauer gesagt veganen Schokokuchen mit Kirschen vom Bioladen.


Den nächsten backen wir mal wieder selbst...


Wärmender Gemüseeintopf mit Räuchertofu und Cashewkernen (wir haben das Rezept um getrocknete Tomaten ergänzt).


Wok für alle! Und ein bißchen Farbe bei grauem Wetter.


Madame entwickelt ihre Geschmacksknospen derweil weiter...


Pause!


Und zum Schluss ein optisches Schmankerl ;)

Freitag, 27. Februar 2015

Freitagskocherei: Gebratene Polentaschnitten mit Mangold-Pilz-Gemüse

Ziemlich schnell hat sich ein kleiner Kreis von „Freitagskocherei“-Fans gebildet – das freut mich, aber macht mir auch ein bißchen schlechtes Gewissen, weil ich meine Freitagsküchenrezepte in den letzten Wochen sträflichst vernachlässigt habe… Ich könnte jetzt lange Rechtfertigungsabsätze dazwischen schalten, die alle damit zu tun haben, dass sich unsere Gerichte momentan doch stark an den Bedürfnissen unserer jüngsten Mitbewohnerin orientieren, aber lieber ein neues Rezept statt vieler Worte: Die veganen Polantarauten mit Mangold-Pilz-Gemüse sind einfach der Hammer! Viel Geschmack, tolle Farben und mein Verlangen nach Brataromen wird auch befriedigt.

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Für 4 Personen:
1 Zweig Rosmarin
500 ml Gemüsefond
500 ml Hafermilch
250 g Polenta
Salz
Cayennepfeffer
3 El Öl zum Braten
200 g angold
2 Schalotten
1 Knoblauchzehe
ca. 400 g braune Champignons, Kräuterseitlinge etc. (Wir nehmen für jede Person 2 Hände voll Pilze).
2 El Olivenöl
150 ml Gemüsefond
4 El Aceto balsamico
Salz
Zucker
2 El Pinienkerne

Für die Polenta die Rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken. Mit Fond und Hafermilch aufkochen. Polenta einrieseln lassen, dabei mit einem Schneebesen rühren. Bei milder Hitze unter Rühren 5 Minuten kochen lassen. Polenta kräftig mit Salz und Cayennepfeffer würzen und auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech glatt streichen. Abkühlen lassen, im besten Fall einige Zeit kaltstellen.

Mangold verlesen, waschen. Schalotten fein würfeln, Knoblauch fein hacken. Pilze putzen und je nach Größe halbieren oder vierteln. Pinienkerne in einer großen beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und herausnehmen. 1 El Öl in der Pfanne erhitzen. Die Hälfte der Pilze darin bei mittlerer bis starker Hitze 5 Minuten braten. Restliche Pilze und Schalotten ebenso braten. Knoblauch kurz mitbraten. Alle Pilze in der Pfanne mischen und mit Fond und Aceto balsamico ablöschen. Pilze mit Salz und 1 Prise Zucker würzen, warm stellen.

Polenta auf dem Blech in Rauten schneiden. Eine Pfanne erhitzen. Polenta darin portionsweise in je 1 El Öl auf jeder Seite 3–4 Minuten braten. Polenta warm stellen. Pilze aufkochen, Mangold kurz unterheben. Rosmarin-Polenta mit Mangold-Pilzen anrichten und mit Pinienkernen bestreuen.

Originalrezept: Essen&Trinken 5/2013, von uns jedoch in Menge und Zutaten abgeändert.

Sonntag, 22. Februar 2015

FJKA: Erster Zwischenstand

Von Zwischenstand kann ja eigentlich keine Rede sein, wenn gar nichts zu tun war… Dennoch muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich selbst kleine Anfangsarbeiten an meiner Strickkorbleiche erst heute, allein dem sozialen Druck geschuldet, vorgenommen habe.

 Am Präsentationshintergrund könnte ich noch arbeiten, immerhin farblich passts.

Immerhin konnte ich den Aufenthaltsort des ersten Ärmels ausfindig machen, was nach Umzug und beinahe zwei Jahren Stillstand schon ein gewisses Herausforderungsniveau hatte, und habe ihn mal probehalber an das teils schon zusammengenähte Körperteil geheftet. Das mache ich übrigens immer mit kleinen Haarklämmerchen. Funktioniert wunderbar, hält und hilft auch bei längeren Matratzensticharbeiten ungemein. Dieses noch sichtbare Fadengestrüpp am unteren Rand hingegen ist eine Marotte von mir, die eher weniger nachahmenswert ist. Man könnte ja diesen oder jenen Faden nochmal zum Vernähen brauchen, vielleicht auch alles auftrennen oder, oder, oder - Abschneiden geht also nicht. Da entwirre ich dann lieber hundert Mal die verhedderten Enden und fluche vor mich hin.



Herausforderung in der nächsten Etappe: Rekonstruieren, was ich an diesem Ärmel wie gestrickt habe (Notizen sind natürlich was für Feiglinge, ist klar…) und das für das noch fehlende Gegenstück planen. Hallelujah…

Aber erstmal: jetzt gehe ich schauen, was die wirklich fleißigen Damen in der Zwischenzeit so geleistet haben…


Samstag, 21. Februar 2015

Diese Tage: Grün, grün, grün…

In dieser Woche hatten wir wunderbares Vorfrühlingswetter: Kalt, aber freundlich, Licht und erste Frühblüher. So entstanden zartgrün-weiße Farbspiele, wie ich sie gerne mag. Sie sind auch ein kleiner Vorgeschmack auf eine schöne Verlosung, die es für alle Familien bald hier gibt, deren Nachwuchs diesem Frühling entgegenkrabbelt oder gar schon auf kurzen Beinchen läuft... Schaut hier wieder rein!


Zu Beginn der Woche zog ein Bund Tulpen ein...


...und ich schlug mit einem Garn, das mir Micha geschenkt hat, ein neues Babyoberteil an.


Das Vorspeisenbuffet der Babydame passt ebenso dazu. Wer mehr zu unserer Beikost erfahren will, kann sich zum Beispiel bei Susanne Mierau einlesen!


Zwar noch keine Draußen-Gewächse, aber immerhin ein bißchen Küchengrünzeug...


Am Ende der Woche sieht der Strauß nun so aus. Euch noch ein schönes Wochenende! Und nun ab mit dem vielen Grün zu den Naturkindern.

Sonntag, 15. Februar 2015

Erwachen

Vor drei Wochen habe ich mich über die langsam wieder längeren Tage gefreut. Endlich nicht mehr mit den Kindern nachmittags im Dunkeln spazieren, der Blick aufs Abendrot vom Wohnzimmer aus. Und seit dieser Woche riecht die Luft ein bißchen nach Aufbruch, nach Knospen und Erwachen. Ich habe die ersten Schneeglöckchen gesehen und wir wurden sogar hier im Norden mit einem Wochenende voller Sonnenschein verwöhnt. Alle vier haben wir unsere Nasen in die Sonne gestreckt, die blasse Winterhaut ein bißchen vergessen und auf dem windgeschützten Südbalkon mittags Kaffee getrunken, während die Kinder auf den schon handwarmen Holzplanken spielen konnten. Jetzt freue ich mich auf das Licht, das Wachsen und schmiede Pläne für die kommende Jahreszeit…






Sonntag, 8. Februar 2015

FJKA - Ich mache auch noch mit!

Besser spät als nie steige ich noch in das Frühjahrsjäckchen-Team ein, denn nur noch so wird es überhaupt möglich sein, meinen inneren Schweinehund bei einem echten Dauer-UFO zu überlisten:
Schon seit dem vorletzten Sommer wartet Lilac, für mich der Inbegriff eines frühlingshaften Jäckchens, auf seine Vollendung... Voller Enthusiasmus im Ostseeurlaub begonnen verlor ich im Alltag mit Kind, Arbeit und damals noch Wochenendehe schnell im wahrsten Sinne des Wortes den Faden und war immer zu müde, zu beschäftigt, zu, zu, zu.
So beschaulich begann alles...

Nun aber: Meine Lilac braucht noch Ärmel. Den Körper habe ich schon damals gestrickt (mit einigen Fehlern, die ich aber gekonnt ignoriere), die Ärmel gestalteten sich schwierig, weil sie mir im Original viel zu weit waren und ich Anpassungen vornehmen musste. An sie will ich nun heran und hoffe, dass ich diese beiden Teilchen in der Zeit fertigstellen kann, in der andere eine ganze Jacke stricken werden. Am liebsten würde ich auch noch einen Rock mit Polka Dots dazu nähen, aber da werden die Dimensionen schon wieder etwas unrealistisch.


Ich stricke mit der Kaleido von La Droguerie, einem Wollkauf aus dem Jahr 2010. Schon allein die kühle Haptik und der Glanz des Garns sollten mich wirklich überzeugen, tschakka!
Und nun zu den Vorhaben der anderen!


Anleitung: Lilac aus Breeze von Kim Hargreaves

Dienstag, 3. Februar 2015

Winterwarm in Frühlingsfarben: Gestrickte Babyhose

Hier schneit es immer wieder dicke, nasse Flocken, der Sohn tanzt zu „Winterkinder“ und auch ansonsten es noch nicht sehr frühlingshaft – Februar eben. Dennoch habe ich schon ein bißchen Lust auf Frühlingstöne. Tulpen und Co brauchen noch nicht einziehen, aber warum nicht Wolle in Blütenfarben? Das schöne Garn, das ich irgendwann einmal in einer Tauschaktion bekommen habe, wartet schon lange auf seinen Einsatz, obwohl mir die Apfelblüten-, Flieder- und Blattgrünnuancen so gut gefallen.


Jetzt wurde daraus eine Babyhose für unser kleines Mädchen. Bequem fürs Krabbeln, schnell an- und ausgezogen und schön warm, ein bißchen Versprechen, das es bald wieder grün draußen wird – Februar eben.




Anleitung: Drops Rainbow Special Gestrickte Drops Hose in Fabel. Ich habe die Anleitung recht stark modifiziert: Für mein Mädchen, das 7 Monate alt ist und ca. 70 cm groß habe ich die Maschenanzahl für Gr. 92 angeschlagen und ca. 24 cm Beinlänge gewählt. Um die Hose stoffwindeltauglich zu machen, bin ich auch dann bei einer größeren Variante geblieben und habe nur 5 Abnahmerunden für den Zwickel gestrickt. Außerdem ist mein Bund einfach so hoch gestrickt, bis es am Mädchen gut aussah. Dabei habe ich nach einigen Zentimetern jeweils jedes dritte Mal die zwei linken Maschen zusammengestrickt und von Nadelstärke 2,5 mm auf 2 mm gewechselt. So musste ich keinen Gummizug einnähen. Beim nächsten Mal würde ich außerdem den Po noch stärker ausgestalten und mehr verkürzte Reihen arbeiten. Das ist bei Wegwerfwindeln aber sicher nicht nötig.

Nadeln: 2,5 mm und 2 mm. Nadelspiel und Rundstricknadeln 60 cm.

Freitag, 30. Januar 2015

Januar-Küche

Micha lädt dazu ein, unsere Gerichte, Küchenlieblinge und Koch-Ergebnisse aus dem Januar zu zeigen. Da mach ich gerne mit, denn es sind noch einige Dinge liegengeblieben, die ich euch empfehlen möchte!

Veganer Streuselkuchen mit Kirschen aus dem GU-Bändchen „Vegan backen“. Hier hat La Veganista v.a. brauchbare Grundrezepte versammelt, mmh!


Und gleich nochmal ein Rezept aus Petra Holzapfels Blog: Grünkohl-Spaghetti mit Garnelen. Das gab es bei uns schon im Dezember, an einem der Weihnachtsfeiertage. Ein wirklicher Genuss!



Arbeit und Ergebnis des Blumenkohl-Koteletts. Wir sind sehr begeistert von diesem Rezept, das ich bei Chili & Ciabatta entdeckt habe, denn Kresse, Zitrone und Kapern beleben den oft etwas altmodischen Kohl.


Bunte Nachmittagsplatte für alle: Derzeit bin ich ein wenig Physalis-vernarrt... Und da alle anderen dieses Früchtchen nicht mögen, habe ich sie ganz für mich allein!

Sonntag, 25. Januar 2015

Wochenende in Bildern: Freiräume

Zur Zeit merken der Mann und ich recht deutlich, dass wir auch mal Zeit ohne die Kinder brauchen, Zeit, in der wir am Wochenende mal nur mit einem Kind unterwegs sind. Deswegen sind wir zum Harmonieerhalt in den letzten Tagen auch ein paar mal getrennte Wege gegangen, Freiräume für jeden.

Unser Wochenende startete am Freitag ganz ungewöhnlich: Der große Sohn hatte seine erste Spielverabredung ohne uns bei einem Kindergartenfreund. Das Gefühl ist noch ganz ungewohnt; der Mann und ich nutzen aber die freie Zeit, um „nur“ mit der Babytochter ins Café zu gehen.


Samstags starte ich mit Baby zum Bioladen, während Sohn und Papa eine Laufradrunde mit ein paar Erledigungen verbinden.


Das Mittagessen darf sich der Sohn wünschen und so gibt es Fischstäbchen, Pommes, aber auch viel Gemüse.


 Nachmittags fängt es an zu schneien! Sofort sind der Sohn und ich draußen: Wir malen im Schnee, bringen Vogelfutter raus und kehren in der Dämmerung etwas durchgefroren heim.
Abends ist Baderunde für die Kinder angesagt. Beide schlafen schlecht ein und sind auch nachts (wie zur Zeit häufig) unruhig… Deswegen beginnt unser Sonntag auch eigentlich schon um 5.00 Uhr, aber ohne Programm ;)


Vormittags gehen wir mit der Nachbarsfamilie raus zu Sonne und Schnee. Die allesamt recht müden Kinder sind allerdings weit schlechter gelaunt als die blitzblauen Eindrücke hier vermuten lassen, die Runde endet also mit Geschrei und Geschmolle.


Der Sohn und ich erden uns mit etwas Kocherei. Er kann sich dabei sehr gut konzentrieren, schält Möhren und schneidet Spinat. Wir fabrizieren ein leckeres Möhren-Spinat-Reis-Töpfchen mit orientalischer Note, mein Rezept dazu findet ihr hier.



Nachmittags gibt es für die Eltern Entspannungskaffee, der Sohn bastelt in seinem Labbé-Heft. Danach sind wir in großer Runde im Nachbarhaus eingeladen und es gibt für alle Crumble satt. Wider Erwarten spielen auch alle Kinder harmonisch miteinander, so also noch ein versöhnliches Wochen-Ende…



Als die Kinder im Bett sind, gönnen der Mann und ich uns noch den Tatort und danach geht es ab ins Bett, fit sein für die nächste Woche ist angebracht…
Und jetzt schau ich mir noch die anderen Wochenende bei Susanne Mierau an :)

Freitag, 23. Januar 2015

Vom Schwaden für die rösche Kruste

Es fing alles ganz harmlos an: Meine kleine Schwester schenkte mir zum Geburtstag ein „Brot im Glas“, eine schmackhafte Mischung mit Mohn, Sesam und Co, das Rezept für das Brot war gleich dabei. Das Brot schmeckte und ich dachte mir: „Das war ja einfach. Und vielleicht geht’s noch besser“. Denn in unzähligen Blogs, vor allem bei „Chili & Ciabatta“ und im „Trollenland“ hatte ich schon von echten Sauerteigbroten, Startern, Teigführung und Co gelesen.
Eins kam zum anderen und zu Weihnachten zogen „Das Brotbackbuch Nr. 1“ von Lutz Geißler und zwei Gärkörbe bei uns ein.


Danach tauchte ich in eine andere Welt ein: Mein Germanisten-Ich freute sich über so viel neues und amüsantes Vokabular, mein Back-Ich bleibt momentan noch leicht überfordert zurück. Aber: Wir backen selbst und es schmeckt auch noch! Beinahe jede Woche gibt es gerade das Anfängerbrot aus dem Brotbackbuch, zwischendrin auch mal „Fake“-Brote mit viel Hefe und ohne Vorteig und Co, außerdem noch unsere Brioche und Kekse für Frühstück und Nascherei. Seither weiß ich im übrigen auch unseren Zweitkühlschrank und die 300°-Einstellung unseres Ofens zu schätzen…
Wer hinter diesem Eintrag nun lediglich ein gewisses Biedermeiertum vermutet, dem sei gesagt, dass die für mich größte Motivation beim Selbstbacken ist, Discounterkäufe, Pseudobäckereien und Rezepturen-Monotonie zu vermeiden. Nach unserem Umzug haben wir schnell feststellen müssen, dass es hier nur (noch) eine Bio-Bäckerei und einen traditionellen Handwerksbäcker gibt. Mit einem steten Wechsel zwischen Selbstgebackenem und diesen zwei Anlaufstellen kommen wir mit Genuss und zumindest halbwegs glücklich mit dieser Situation zurecht…



Und ihr? Backt ihr schon, kauft ihr lieber? Habt ihr anfangstaugliche Lieblingsrezepte, die ihr hier verraten wollt?

Donnerstag, 15. Januar 2015

Im Strickflow: Baby-Cardigan

2014 war nicht gerade ein Strickjahr für mich. Oft legte ich die Nadeln schon nach einigen Reihen oder gar Maschen aus der Hand. Irgendetwas kam immer dazwischen, irgendetwas lenkte mich ab und ich fand nicht so richtig in meine Projekte hinein.
Nun aber: Es geht wieder. Runde für Runde arbeite ich mich voran, die Nadeln klappern. Und ich genieße dieses wunderbare Gefühl, nicht nur für das Ergebnis, sondern auch für das Stricken an sich mit Garn und Nadeln in der Hand dazusitzen.
Deshalb ist auch mein Baby-Cardigan nach Elas Anleitung sehr schnell fertig geworden. Die klaren Anweisungen und die geschickte Methode, sogar die Knopfleiste, den Saum und den Halsausschnitt durchgehend zu arbeiten, haben meinen Strickflow nochmal befördert. Und nun kann ich das Jäckchen dem Babymädchen schon anziehen! Ich träume noch von einem kleinen Blümchenkleid darunter... Aber weil trotz der aktuell milden Temperaturen noch Winter ist, ist zuerst einmal eine Strickhose im Entstehen. Und es läuft…




Anleitung: Cardigan von Gabriela Widmer-Hanke („Das Mama-Baby-Strickbuch“, von mir hier vorgestellt)
Größe: 6–12 Monate
Garn: Holst Coast in der Farbe Cassis. Vom Garn bin ich leider nicht so begeistert, ich finde die Farbe recht stumpf und verwaschen, zudem mag ich so lose verzwirnte Garne nicht sehr gern (das hat man vom Online-Recherchieren ;)). Dafür habe ich aber tatsächlich ganz knapp nur 100 g verbraucht und musste mein letztes Knäul nicht anbrechen.

Nadeln: 4 mm. Das ergab bei mir ein recht lockeres Maschenbild, das ich aber für ein agiles Baby bewusst so gewählt habe, damit es in der Jacke nicht zu warm wird.

Sonntag, 11. Januar 2015

Wochenende in Bildern: Der Wind, der Wind...

Freitagmittag: Den Balkontannenbaum haben wir schon sturmsicher flachgelegt, sonstige Kleinteile, die auf von Familien benutzten Freiflächen gern herumliegen (beispielsweise Sandkastenkram oder großformatige Wäscheständer) nach drinnen verfrachtet. Wir beginnen unser Wochenende deswegen ganz entspannt mit einem Kaffeetrinken bei unserer – wir wir auch erst jetzt erfahren – neunzigjährigen Nachbarin. Sie ist nicht minder aufgeregt als unser Großer, der sich völlig begeistert in Tischkonversation übt. Nur, dass er den Apfelkuchen zwischendrin auch mal herunterschlucken muss, vergisst er bisweilen…

Der Samstag beginnt für uns früh, sagen wir, zu früh, und nicht nur mit wildem Kindergeheul, sondern auch mit dem des Sturms. Eigentlich hätte ich kein Wochenende in Bildern, sondern in Tönen hier einstellen sollen…
Nach dem obligatorischen Brezenfrühstück und dem ebenso obligatorischen Einkauf im Biolädchen mache ich mich mit dem Sohn ans Kochen. Vegetarisierte Rinderfiletstreifen (einfach durch Mandel-Nuss-Tofu mit ordentlich Gewürz und Sojasauce ersetzt) mit asiatischer Gemüsepfanne. Ergebnis lecker! Die kleine Madame schläft derweil, eine echte Seltenheit in den letzten Tagen.


Samstagnachmittag: Der Sturm erreicht einen ersten Höhepunkt, hier fangen Straßenschilder bedenklich an, sich im Wind zu wiegen. Mülltonnen rollen umher. Der Mann beschließt, trotz eigentlich rufbereitschaftsfreier Zeit mal lieber in den Hintergrunddienst zu gehen.


Kurz darauf brechen er und der Sohnemann zum Kindergeburtstag in der Indoorspielhölle auf. Ich bin mal so gar nicht neidisch und widme mich zuerst der Küche, dann eigentlich Strickzeug plus Fernsehen. 

 Küche, bevor sie mich getroffen hat...
 ... und danach

Aaaber: Die kleine Madame stolpert beim Nachmittagsschlaf über ihr 40-Minuten-Loch und möchte bespaßt werden. Fernsehen also später.
Wer braucht denn schon Babyspielzeug?

Ich mache mir ein wenig Sorgen um unser Haus, denn immer wieder zeigen Nachbarn auf die Etagen über uns…

Sturmgeheul deluxe und ich bin froh, dass Mann und Sohn wieder zuhause sind. Es gibt Abendbrot für alle, mittlerweile kann auch Mini-Wollgespinst ihr BLW-Menue gut handhaben…



 Herzchen für alle

Sonntagmorgen: Und täglich grüßt das Murmeltier, denn der Sohnemann ist mal wieder um sechs putzmunter. Ich gönne mir eine Extra-Ausruhrunde mit der Kleinen im Bett. Der Sturm ist leicht abgeflaut, daher jage ich die Männer zum Bäcker. Jetzt sehen wir auch, dass der Wind bei uns eine Verblendung auf der kompletten Fassadenseite abgerissen hat.

Sonntagmittag: Zwischen Sturmböen zeigt sich die Sonne, danach Schneeregen. Interessant! So interessant, dass wir mit den Kindern lieber nicht rauswollen. Stattdessen Eisenbahneldorado und ein bißchen Sonntagsherumgefläze.


Sonntagnachmittag: 6 Erwachsene, 3 Kinder und 3 Babys. Das ergibt einen anfangs großen, später vertilgten Waffelberg und eine recht hohe Dezibelzahl. Wir sind sporadisch sogar lauter als der Sturm.




Sonntagabend: Alle Kinder fix und fertig im Bett, die Eltern fix und fertig auf dem Sofa. Und jetzt ab mit unserem Wochenende zu Susanne Mierau!