Samstag, 28. September 2013

Septembertag


 Freude am Morgen: Die Sonne spitzt in die Küche hinein. Und das Foto verrät, dass die Etagere mal justiert werden müsste...

Mit dem Rad geht es in den noch kühlen Herbsttag: Äpfel bei Freunden abholen, Wochenmarkt mit vielversprechendem Herbstgemüse und dann...

 ... auf zu einem der schönsten Basare der Saison: Zwischen Spielplatz und Kuchenstand der Waldorfschule

 Das ist das Ergebnis - lauter kleine Schätze, inklusive Stuhl. Eine Wollwalkhose gab es für den kleinen Herrn, dazu Ergänzungsspielzeug. Der Stuhl wurde bereits zum Abendessen eingeweiht!

 Alles bereit für den Kaffee im sonnigen Hof. Backen mussten wir heute auch nicht selbst...

 Danach Gartenarbeit und Werkeln im Wäscheraum. Unsere letzte Ernte - leider!

Gemütliches Wochenendabendessen mit Avocado-Spinat-Möhren-Salat für die Eltern und buntem Gemüseteller für den Herrn, die Oliven hatte er bereits weggeklaut, ehe das Essen anfing...

Ich hoffe, ihr hattet auch so einen schönen Tag  was waren eure Highlights?

Sonntag, 22. September 2013

Black sunday - wenigstens noch ein paar Ringel dazu

Während mir von Hochrechnung zu Hochrechnung ein mulmigeres Gefühl in der Magengegend aufkommt und mein Mann und ich überlegen, wohin man eigentlich auswandern müsste, lenke ich mich mit einem Ringelpost von diesen erschreckenden Wahrheiten ab und tröste mich damit, dass die Urban-Priol-Termine in nächster Zeit wahrscheinlich so bissig wie noch nie werden. Zusätzlich spannend ist, dass unser Sohn momentan eine konsequente Mittagsschlafverweigerungstaktik betreibt und dafür heute um 19.45! schon im Bett liegt und schläft  der Verlauf der Nacht wird damit für uns doppelt spannend (oder vierfach, denn wir durften heute als Hessen auch noch den Landtag wählen, außerdem stand die Stichwahl für den Landrat an).

Gestrickt habe ich eine Wintermütze, mein drittes Exemplar nach einem Kim-Hargreaves-Entwurf, nach Kat (die ich schon zweimal stricken musste) und  Lucky wurde es diesmal Ash in einer Winterversion. Ich hoffe, dass ich diesmal mehr Glück mit meiner Kopfbedeckung habe  Kat und Lucky habe ich beide verloren, meine zweite Kat hat ihre Farbe komplett verloren.
Aus Resten der lila Mütze und eines Cardigans entstand ein für mich ziemlich buntes, aber dennoch edles Beret. Verantwortlich dafür sind die verwendeten Fasern Yak und Kamelhaar. Mittlerweile würde ich aus Umweltgründen wohl nicht mehr dazu greifen, umso wichtiger war es mir, die Reste auch zu verstricken.

Und noch eine Anmerkung in Blog-Sache: Ich freue mich sehr über einige neue Leser, die hier auch kommentieren  ich sehe mir dann sofort die Blogs an und bin ganz glücklich über so manches Kleinod, das ich auf diesem Weg entdecke, und natürlich eure Wortmeldungen!



Modell: Ash von Kim Hargreaves im Buch Breeze, Anschlag mit 90 Maschen
Garn: Camel ecologico von Schachenmayr und Yak von Lang  (772.0065)
Nadeln: 4,5 mm und 5 mm

Samstag, 21. September 2013

Mein Herz schlägt höher

Kennt ihr dieses Gefühl, am Straßenrand einen kleinen Schatz zu entdecken? Ein wunderschönes Buch, eine Blümchenporzellantasse oder  zwei Stühle mit filigranem, gut erhaltenem Korbgeflecht? Ein scheuer Blick nach links und rechts, ein kleiner Adrenalinschub, Zweifel, ob jemand so ein Kleinod loswerden möchte  jaa, sogar ein Zettel hängt daran: Zum Mitnehmen.
Schon vor mehr als einem Jahr habe ich zwei völlig intakte Stühle, allein mit einer schrecklichen olivfarbenen Lackierung verschandelt, entdeckt. Mit Baby vor dem Bauch schleppte ich sie zu einem Freund, der in der Nähe wohnt, stellte sie im Treppenhaus unter und am folgenden Tag durften sie bei uns einziehen. Viele Monate später, etliche Schleifpapierblätter auch, haben sie nun ihren Platz am Esstisch gefunden. Und im Herbstsonnenschein kommen sie nun endlich richtig zur Geltung.



Mittwoch, 18. September 2013

Mittwochsmotivation V

In meiner losen Mittwochsreihe hat es heute ein kleines Blümchen ganz nach vorn geschafft: Momentan trotze ich den finsteren Regenwolken und dem starken Herbstwind noch und hole meinen Sohn jeden Tag mit dem Rad von seinem Tagesvater ab. Mein Weg führt mich auch an einem Sonnenblumenfeld vorbei und heute musste ich anhalten, die strahlend gelben Köpfe stachen einfach zu schön aus dem Einheitsgrau heraus.

Was hat euch heute motiviert oder durch den Tag gebracht?

Sonntag, 15. September 2013

Herbstüberraschung

Bei Elas Blogverlosung hatte ich großes Glück und nun konnte sich der kleine Monsieur Wollgespinst über ein kuschlig weiches Shirt freuen, das ihm wunderbar passt und wegen der vielen Füchse und Euuuulen! ganz hoch im Kurs steht. Herbstlich ist es noch dazu und damit genau passend für die nächsten Wochen und Monate.
Vielen Dank, liebe Ela für das tolle Geschenk und deine süße Karte!
P.S. Wer auch etwas von Elafant für den Kinderkleiderschrank haben möchte, kann hier ihren Shop besuchen.



Freitag, 13. September 2013

Erste Herbstbäckerei

Mit dem Dauerregen und den ersten nasskalten Tagen kam bei mir die Lust auf knusprige Kekse zu einem heißen Tee.
Diese Kokosrauten sind leicht und schnell zu backen, extrem lecker und ein wunderbarer Einstieg in die Herbstbäckerei  uneingeschränkt zu empfehlen!


- 100 g Kokosraspel
- 125 g Butter oder Margarine
- 90 g Zucker
- 200 g Weizenmehl
- 4 EL Sojamilch
- Kokosraspel zum Bestreuen
- 1 Prise Salz

- Alle Zutaten mischen, zu einem geschmeidigen Teig kneten, gegebenenfalls etwas mehr Flüssigkeit zugeben. - Zugedeckt eine halbe Stunde kalt stellen.
- Auf Backpapier dünn ausrollen und in Rauten schneiden.
- Mit Kokosraspeln verzieren.
- Bei 190°C 1520 Minuten backen.


Freitag, 6. September 2013

Sommersahnetraum

Die wunderbare Sommerwiederholungswoche neigt sich laut Wetterbericht schon wieder ihrem Ende zu  hach, aber sie war so schön! Ich habe alle Lieblingssommerkleider nochmal getragen, im Straßencafé gesessen und viel Zeit draußen verbracht.
Deswegen gab es auch diese wunderbaren Spätsommerkuchen: eine Blaubeer-Sahne-Kreation, abgeleitet aus diesem Rezept. Das nächste Mal würde ich nur etwas mehr Teig herstellen, so war er etwas flach.
Die Produktion war nicht ganz so einfach, beinahe hätte es keinen fertigen Kuchen gegeben: Der Sohn nahm seine Aufgabe, Blaubeeren zu streuen, nicht sehr ernst  stattdessen fütterte er mich sehr liebevoll damit, nebenbei ganz unauffällig damit beschäftigt, mit dem Finger Sahnecreme zu stibitzen...


für 1 Springform:
25 g Mandelblättchen
2 Eier (M)
150 g Zucker
Prise Salz
1 TL Backpulver
50 g Stärke
50 g Weizenmehl Type 405
200 g Blaubeeren
2 EL dunkle Konfitüre (Waldbeeren, Holunder o.ä.)
1/2 Vanilleschote
200 g Sahnequark
100 g Schlagsahne
1 Packung Sahnesteif
Schokoraspel

- Mandeln in einer Pfanne ohne Fett goldgelb rösten, herausnehmen, abkühlen lassen. Eier und 2 EL kaltes Wasser, 75 g Zucker, Salz schaumig schlagen, dann das mit Backpulver und Stärke vermischte Mehl unterheben. Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform (Ø 24 cm) füllen, mit Mandelblättchen bestreuen und im 190 Grad heißen Ofen auf der zweiten Schiene von unten ca. 15 Min. backen, abkühlen lassen.
- Blaubeeren waschen, trocken tupfen, eine Handvoll gemeinsam mit der Konfitüre pürieren. Vanilleschote längs halbieren, Mark herauslösen. Sahnequark mit Vanillemark und übrigem Zucker (75 g) verrühren. Sahne mit Sahnesteif aufschlagen und unterheben.
- Zunächst die Creme auf dem Tortenboden wellig verstreichen, dann das Fruchtpüree in Klecksen sowie Beeren daraufverteilen, ca. 1 Std. kühl stellen. Mit Schokoraspeln bestreut servieren.

Sonntag, 1. September 2013

Erste Herbststrickerei

Der Vorteil an warmen Garnen: schnelle Ergebnisse. Diese Korrelation habe ich gleich mal ins Extreme gesteigert und zu Resten eines Shawl-Projekts gegriffen  samt spazierstockdicken Stricknadeln, die mir mein Mann vor ewiger Zeit angefertigt hat. Die Inspiration kam aus einem uralten Anleitungsspezial der Freundin, das ich aufgehoben habe (hier ist es online abrufbar), weil mich die weichen Garne und sanften Farben sehr ansprechen. Ich habe bereits die asymmetrische Kurzjacke nachgestrickt, mit der ich allerdings wenig glücklich war. Das wird sich mit diesem kuschelweichen Schal wohl nicht wiederholen.



Garn: Lana Grossa Garzato Baby, weniger als 150g., Farbe 004 (Flieder mit wunderschönen Faseranteilen in Weiß und Dunkelgrau)
Nadeln: dick, dicker, am dicksten. Keine Freude, so zu stricken, ergibt aber die betont unregelmäßige Optik.

Montag, 26. August 2013

Hör- und Sehtipps

Mal wieder bin ich auf Hörens- bzw. Sehenswertes gestoßen:
Auf Arte+7 ist gerade Natalie. Der Klang nach der Stille zu sehen. Dieser Dokumentarfilm zeichnet die Geschichte einer jungen Frau nach, die beinahe gehörlos zur Welt kam und sich als Erwachsene dazu entschließt, sich eine Art künstliches Gehör einsetzen zu lassen. Beeindruckend ist nicht nur ihre Disziplin, sondern auch ihre komplette Vita, die große Unterstützung in ihrem engsten Umfeld und die Art und Weise, wie sich das Filmteam diese Thematik zu eigen gemacht hat.

Ein SWR-Beitrag beleuchtet das geheimnisumwobene Nähkästchen, unterhaltsam für alle Handarbeitsfans  am besten, während man gerade selbst die Nadeln klappern lässt.

Mein Nähkästchen wohnt übrigens erst seit dem vergangenen Weihnachten bei uns, mein Mann hat es über Dawanda bei einer Frau, die alte Exemplare aufarbeitet, bestellt (auf dem Foto versteckt es sich ganz zurückhaltend hinter einigen anderen Geschenken). Und jetzt es ist mehrmals in der Woche im Einsatz...

Sonntag, 25. August 2013

Erntefülle


Unser Garten ist klein, in den letzten fünf Jahren war er außerdem ungefähr dreimal als Baustelle deklariert. Von den Erdarbeiten, Baggern und der lieblosen „Wiederherstellung“ ist er immer noch gezeichnet, aber wir mögen unser Refugium mitten in der Stadt. In diesem Jahr haben wir ihn das erste Mal mit einem kleinen Beet ausgestattet – unser Sohn sollte sehen, wie Pflanzen wachsen, dass sie Wasser brauchen und uns am Ende Nahrung geben. Etwas unsicher waren wir am Anfang (und sind wir auch immer noch), hatten keinerlei Erfahrung mit dem Gärtnern.


Aber nun freuen wir uns täglich an der reichen Ernte: Zuerst gab es Radieschen, nun Buschbohnen und Möhren. Wie ein großes Geschenk obendrauf ist der alte Brombeerstrauch, der schon seit Mitte Juli pralle, große Früchte trägt. Und weil wir alle Süßes lieben, gibt es nun im steten Wechsel Waffeln, Pancakes, Kuchen oder Crêpes – natürlich immer mit Beeren.
Für Eltern noch ein kleiner Buchtipp: Wir lieben dieses kleine Buch „Max pflanzt eine Bohne“ (leider nur noch antiquarisch erhältlich, zu teils horrenden Preisen). Es ist leicht verständlich, sehr liebevoll illustriert und hat unserem Sohn das Warten auf die Ernte um einiges erleichtert… Geeignet ist es für die allerkleinsten Leser, ca. ab 18 Monaten.


Freitag, 23. August 2013

Bloggen macht Spaß

... und ganz besonders, wenn die Kontakte auch ein bißchen in die reale Welt hinüberreichen.


Vielen Dank, liebe Micha, für die gelungene Überraschung!


P.S. In dieser Szene habe ich uns besonders gut wiedererkannt. Mit dem klitzekleinen Unterschied, dass bei uns die Uhrzeit üblicherweise noch etwas fieser ist ;)

Dienstag, 20. August 2013

Vom Schreiben und von Büchern

Meine Arbeit besteht aus Lesen, Schreiben, Texten und dem Computer. Damit geht es mir wie unzähligen Wissenschaftlern, Büromenschen usw. Wenn da nicht der kleine Unterschied wäre, dass ich mich als Germanistin oft auch mit der Schönheit von Sprache, Büchern und dem geschriebenen Wort beschäftigen darf.

Weil ich über die Wirkmechanismen, die hinter dem „schönen“ Buch stecken, mehr wissen wollte, habe ich im August an einem wunderbaren Seminar teilgenommen, das sich der Typographie, dem Verlagswesen und diversen Bereichen der Buchherstellung widmete. Eine Woche intensive, aber sehr vielfältige Arbeit führte uns tief in die ökonomischen, aber vor allem auch ästhetischen Aspekte ein – angefangen bei der Letter, über die Seite bis hin zum kompletten Buch. Wir schnupperten Druckereiluft bei CPI (von wo ich auch dieses gestalterische Schätzchen mitnehmen durfte) und bastelten unseren eigenen Satz für ein Manuskript, diskutierten über Schrifttypen und wissenschaftliches Schreiben.

Mit nach Hause genommen habe ich viele Tipps und Ideen für die Gestaltung meiner layouttechnischen Herausforderung der nächsten Monate, so called Diss, aber auch einige Anregungen, die vielleicht noch Eingang in mein Blog (das zugegebenermaßen einen typographischen GAU darstellt) finden werden. Auch mit nach Hause genommen habe ich einige zwanghafte Handlungen, die mich in Bibliotheken und Buchhandlungen wohl bis in alle Ewigkeit als Nerd outen werden, wie etwa das intensive Studium des Impressums, die Suche nach einer typographischen Angabe, das Testen der Aufschlagbarkeit oder der Bindeart.
Für alle, die trotz der aufgeführten Risiken und Nebenwirkungen auch mehr über Sprache und Schrift wissen möchten, habe ich noch einen Buchtipp: Beim Hermann Schmidt Verlag in Mainz erscheinen in steter Reihenfolge Texte über Text. Als Einführung in das Thema bietet sich der Band „Schrift wirkt!“ an, der an zahlreichen Beispielen Fehler und gute Lösungen in der Schriftgestaltung vorführt und auch selbst ästhetisch durchdacht daherkommt. (Ich habe zwar schon einige Tippfehler gefunden, aber das ist bei einer ersten Auflage wohl eher die Regel.)