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Mittwoch, 23. März 2016

Keep it simple: Ostern

Auch wenn unzählige Kreativblogs und -zeitschriften, Kochforen etc. es uns vergessen lassen wollen: Zeit ist ein knappes Gut in den meisten Familien, je kleiner die Kinder, um so mehr, und kommt zur Care-Arbeit auch noch ein bezahlter Job dazu, fällt auch das ins Gewicht.
Diese Umstellung hat bei uns die österlichen Vorbereitungen etwas spärlich ausfallen lassen; und weil ich glaube, dass wir damit nicht die einzigen sind, gebe ich euch ein paar Last-Minute-Tipps und -Ideen auf den Weg. Und wenn ihr auch dazu nicht mehr kommt, an Ostern arbeiten müsst oder einfach nur froh seid über ein paar Tage Pause, dann lasst auch das, kocht Nudeln mit Sauce und seid dafür entspannte Eltern...
Ich wünsche euch ein schönes Osterfest, und damit soll es losgehen:

Wir haben ganz einfache Kekse gebacken, die so lecker waren, dass das gefüllte Glas schon wieder leer ist. Und das trotz doppelter Menge. Die Kekse sind vegan und schmecken wunderbar. Für die Verzierung mussten übrige Plätzchenstreusel herhalten. Das Originalrezept, das ich aber wirklich nur in doppelter bis dreifacher Menge empfehle, findet ihr in der Schrot&Korn.

Schon seit mehreren Jahren wandern die Frühstückseier im Frühling direkt weiter auf die Fensterbank, denn in den Schalen säe ich Kresse aus. Wie üblich mit etwas Watte, die immer schön feucht gehalten werden muss. Das übernimmt der Sohn mit einem Sprüher, eine tolle Aufgabe :D Und das Ganze macht keinen Extramüll.


Mein ganz persönliches Ostergeschenk an mich war eine kleine Küchenbestellung. Wir sind häufig etwas konfus und das ein oder andere Teil geht zu Bruch. Ehemals vier Eierbecher waren so leider nur noch als Erinnerung präsent, deswegen gab es Greengate-Nachschub und gleich ein paar Textilien dazu.


In einer Einkaufsgalerie hier im Ort bietet eine Glasbläserei Ostereiermalaktionen an. Der Sohn war hellauf begeistert und gleich mehrmals mit Papa und Großeltern zu Gast. Die Ergebnisse wurden mangels Topfpflanzen in eine Tonvase verfrachtet.


Zu den Feiertagen gibt es dann unser Eierragout und Osterzopf, daneben lassen wir uns mit einem Frühstück im Hotel verwöhnen. Ach, und die Osternestchen für die Kinder bleiben wieder sparsam. Neben echten Eiern, die beide lieben, gibt es ein heiß gewünschtes Rechenheft für den Sohn und dazu ein klassisches Tangramspiel, die Tochter bekommt ein - Achtung! - Filzspiegelei für die Holzküche und ein Schleich Lamm, das ich Second Hand gefunden habe.

Viel Spaß beim Basteln, Backen oder Nichtstun!

Freitag, 29. Januar 2016

Es monstert: Faschingskostüm Herr Untermbett und das Nähen mit Fellstoffen

Der Sohn hat sich in den letzten Jahren als ziemlicher Faschingsmuffel gezeigt. Während um ihn herum Cowboys tobten, Ballerinas tanzten, Tiger sprangen oder Hexen hexten, zog er es meist vor, einfach er selbst zu sein - was ich ihm nun auch nicht verübeln kann.
Nun aber, mit vier, sprang der Faschingsfunke über, und auch die Wahl der Verkleidung war blitzschnell getroffen: "Herr Untermbett!" Wer??
Tja, Herr Untermbett ist eine Kinderbuchfigur, die der Sohn in der KiTa kennengelernt hat. Der zottelige Geselle wohnt, wenig überraschend, unter Tims Bett, und zieht es eines Abends dann doch vor, auf die gemütlichere Etage eins weiter oben umzuziehen. Was sonst noch passiert, könnt ihr im gleichnamigen Buch erfahren.
Bastelmutti 1A zieht sich also an die Nähmaschine zurück, unterstützt durch die fachkundige Beratung des Sohns, und fabrizierte neben unzähligen Flauschmäusen, die nun die komplette Wohnung bevölkern, ein kuschlig-zotteliges Kostüm. Gestatten:
Herr Untermbett


Tipps fürs Nähen eines einfachen Kostüms:
- Bei Größe 110 reicht ein halber Meter Stoff in 140 cm Breite, um ein ärmelloses Oberteil samt Kapuze, Armstulpen und Gamaschen zu nähen.
- Für die Stulpen messt ihr Unterarmlänge (bei uns 17 cm ab Mitte der Hand) und maximalen Umfang (bei uns 16 cm). Mit Nahtzugabe zweimal nähen. Ich habe Löcher für die Daumen gelassen.
- Die Gamaschen haben wir mit Kamsnaps geschlossen, ebenso eine Seite des Oberteils und der Kapuze. So fällt das Anziehen leichter.
- Für das Oberteil könnt ihr ganz ohne Schnitt arbeiten, ich habe mich an einem Standardshirtschnitt orientiert und die Kapuze von Leo übernommen.
- Die Zähne sind aus schlichtem Baumwollstoff, den ich mit Füllwatte ausgestopft habe.
- Die Materialkosten blieben samt Clownsnase und blauer Schminke unter 15 Euro.


Tipps für das Arbeiten mit Fellstoffen:
- Haltet einen Staubsauger bereit.
- Haltet einen Staubsauger bereit.
- Haltet einen Staubsauger bereit.
- Streicht die Haare beim Rechts-auf-Rechts-Nähen jeweils so, dass sie später nicht mehr auf der linken Seite herausschauen, sondern schön auf der Außenseite bleiben.
- Schneidet vorrangig mit der Stoffschere, der Rollschneider kapituliert hier schnell.
- Schüttelt nach dem Zuschneiden jedes Teil aus und zupft abgeschnittene Haare am Rand ab.
- Bei einer Haushaltsmaschine eignet sich ein großer Zickzackstich gut, um elastische und haltbare Nähte zu produzieren.
- Denkt daran, die Nähmaschine, vor allem im Bereich der Unterfadenspule, zwischendurch zu reinigen.
- Nehmt euch danach mehrere Monate lang kein Fellprojekt mehr vor.


Sonntag, 20. Dezember 2015

Veganes Weihnachtsmenue - heute mit Rezept von mir

Seit einigen Jahren gehört die Kichererbsentarte mit buntem Ofengemüse zu unseren Weihnachtsgerichten - heute findet ihr unser Rezept dafür in Carolas Adventskalender auf Twoodledrum. Viel Spaß beim Nachkochen!


Montag, 16. November 2015

Wickeln olé! Anleitung für Wickelläppchen

Sicher kann man mehr oder weniger davon halten, wenn Mütter auf einmal anfangen, auch noch die Wickelläppchen für den Nachwuchs selbst zu häkeln, stricken oder wtf. Aber mal ganz ehrlich: Jeder, der Kinder hat, weiß, wie oft man am Wickeltisch steht, Windeln kauft oder wäscht, unterwegs eine Wickelgelegenheit sucht undsoweiter. Ganz unwohl sollten sich also weder Kind noch Eltern fühlen, wenn es um das Prozedere geht.



Das Töchterlein hat schon immer ganz empfindliche Haut und unsere weichen, aber dennoch effektiven, weil mehrlagigen Mull-Exemplare stammten noch aus meiner Babyzeit und mussten nach zwei Wickelkindern bei uns nun aussortiert werden.
Aus einem alten T-Shirt in meiner derzeitigen Kinderausstattungslieblingsfarbe Taupe und einem am Rand schon etwas fransigen Handtuch habe ich also im gleichen Format neue Tücher genäht. Und weil auch die Ästhetik nicht vor dem Po Halt machen soll, gab es noch Freemotion-Näherei obendrauf, die natürlich in erster Linie die beiden Stofflagen in Form hält.


Man nehme:
- einen saugfähigen sowie einen weichen Stoff (beispielsweise Frottee und Jersey oder Molton und Sweat etc.)
- robustes Garn

- und schneide 20*20 cm große Quadrate in jeweils gleicher Stückzahl aus beiden Stoffqualitäten zu.
- Lege beispielsweise ein Frotteequadrat auf ein Jerseyquadrat. Sind Stoffseiten zu beachten, rechts auf rechts.
- Nähe mit ca. 0,7 cm Nahtzugabe im Geradstich einmal um alle vier Seiten, bis auf eine Wendeöffnung. Schneide die Ecken knappkantig ab.
- Wende die Läppchen, die Ecken können mit einem Stift ordentlich umgedreht werden.
- Schließe knappkantig die Wendeöffnung, Verriegeln nicht vergessen!
- Und nähe nach Lust und Laune ein Muster auf, dabei keine zu geringe Stichlänge wählen.

Dienstag, 27. Oktober 2015

September-Oktober-Küche

Auch im Herbst lässt uns Micha in ihre Kochtöpfe sehen und ich schließe mich an! Auch wenn ich den frischen Sommergemüsesorten, fruchtigen Beeren und erfrischenden Melonen immer etwas hinterhertrauere, freue ich mich jetzt auf Kürbis, Rüben und Kohl, Äpfel, Birnen und Nüsse. Von meinen Eltern werden wir mit allem, was sich im Herbst sammeln lässt, gut versorgt und so gab es schon Apple-Crumble, Apfelküchle und noch viel mehr aus der Wohlfühlküche. Unbedingt empfehlenswert waren auch die Fenchel-Apfel-Päckchen. Hier noch einige Eindrücke:

 Ein letztes Balkonmittagessen: Pasta mit Bohnen und Feta

 Der Mann hat sich seinen Geburtstagskuchen mal wieder selbst gebacken...

 Herbst in der Alltagsküche: Pasta mit Kürbis, Spinat und Feta. Obendrauf: Kürbiskerne

 Herbstlicher Pflaumenkuchen, das Rezept entdeckt bei Natürlich kreativ

 Herbstmorgenfrühstück mit Kerze

 Unsere Lieblingspizza, belegt mit Kapern, Oliven, Brokkoli und Pilzen

Kleine Nachmittagsstärkung für die Kinder und mich

Welche Gerichte liebt ihr im Herbst? Kocht und weckt ihr ein? Oder war euch der Sommer kulinarisch lieber?


Donnerstag, 1. Oktober 2015

Freitagskocherei: Herbstliche Fenchel-Apfel-Päckchen




Wir sind zurück vom Urlaub bei den Großeltern, noch ganz beschäftigt mit all den Herbsteindrücken, prall mit Kastanien gefüllt sind die Jackentaschen, Birnen und Äpfel haben wir nach Hause getragen, Haselnüsse geknackt und die Sonne genossen. Diese Fülle, sie beeindruckt mich jedes Jahr wieder.
Die Kamera haben wir ganz bloguntauglich zuhause vergessen, aber jetzt gibt es für euch ein ganz simples Herbstrezept, damit ihr alle schnell wieder hinaus in die letzten warmen Sonnenstrahlen vor der kalten Jahreszeit kommt...


für 2 Personen:
- 1 große Fenchelknolle
- 1-2 frische Äpfel, je nach Größe
- 1/2 Zwiebel
- 2 EL Bratöl
- 2 Zweige Thymian
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
- etwas Honig oder Agavendicksaft
- 4 Scheiben TK-Blätterteig
- 1 Schluck Milch
- Parmesan am Stück

- Fenchel putzen und in schmale Scheiben schneiden. Äpfel vom Kerngehäuse befreien und in schmale Spalten schneiden. Zwiebel häuten und ebenso schneiden. Währenddessen Öl in einer schweren Pfanne erhitzen.
- Zuerst die Zwiebel glasig andünsten, dann Äpfel und Fenchel dazugeben. Den Blätterteig etwas antauen lassen, den Ofen auf 180° vorheizen.
- Wenn das Gemüse weich wird, alles mit etwas Agavendicksaft oder Honig übergießen. Danach mit Thymian und Salz/Pfeffer würzen.
- Die Füllung gleichmäßig jeweils auf die Mitte der Blätterteigscheiben setzen. Den Teig zu kleinen Päckchen falten und mit etwas Milch bestreichen.
- Alles für ca. 20-25 Minuten backen, dabei nach 10 Minuten den Käse frisch gerieben auf die Päckchen streuen.

Mittwoch, 12. August 2015

Diese Tage: Hochsommer und unser Crumble-Rezept

Hier im Norden haben wir lange auf den richtigen Sommer warten müssen: auf Meloneessen bei über 30 Grad, auf Baden im See, Abende auf dem Balkon und flirrende Hitze in der Mittagszeit.
Aber jetzt ist er da, unterbrochen nur von einigen Hitzegewittern, die man dankbar annimmt, weil sie immerhin eine kühle Nacht bescheren.

Willkommene Erfrischung: Kräutertee mit Zitronenmelisse vom Balkon
 
Abendstunde auf dem Balkon, ein großes Geschenk, diese Aussicht. TV ist bei uns seit dem Umzug kein Thema mehr.


Die ersten Brombeeren sind reif! Am liebsten machen wir damit Crumble. Den kann der Sohn schon fast allein zubereiten, ideal für kleine Kinderhände.
Für eine Tarteform braucht ihr:
80 g Zucker
150 g Mehl
150 g Butter
150 g Haferflocken
1 ordentliche Portion Brombeeren, wer nicht so viele findet, füllt mit Äpfeln auf
Alle Zutaten für den Teig vermischen und mit den Händen zu schönen Krümeln kneten. Die Brombeeren waschen und auf dem Boden der Form verteilen, die Krümel darüber streuen und alles bei 180° ca. 30 Minuten backen. Am besten schmeckt dazu natürlich alles Vanillige, ob nun -eis, -sauce oder -pudding.

 Wir ernten Tomaten. Knallrote, schön süße Prachtexemplare.

Die Tischdekoration made by Petit Monsieur Wollgespinst verbreitet ein bißchen optische Kühle und Erinnerung an die Ostseezeit.

Im nächsten Post zeige ich euch dann meine ebenfalls recht sommerlichen Eindrücke aus dem Spreewald. Wir waren am heißesten Wochenende des Jahres dort, puuh!

Sonntag, 29. März 2015

März-Küche

Hier war es in den letzten Tagen stiller. Mich haben die Ereignisse der Woche zunächst betroffen, dann auch wütend und hilflos gemacht. Allen, die trauern, wünsche ich viel Kraft und Hoffnung.

Unser Alltag geht dennoch seinen normalen Gang, dazu gehörte auch der Küchenalltag in diesem Monat. Ein kleiner Rückblick, gespickt mit Rezeptideen, nach einer Idee von Micha:


Süßkartoffel-Bohnen-Eintopf, fruchtig und deftig
für 5 hungrige Personen:
80 g getrocknete Aprikosen
500 ml Gemüsebrühe     
2 Süßkartoffeln
4 Kartoffeln
250 g grüne Bohnen (wir hatten noch die TK-Version)
1 Zwiebel
4 EL Sonnenblumenöl
250 g Räuchertofu
Salz, Pfeffer, „Alles Liebe“ von Sonnentor
Aprikosen in einem Teil der Brühe 30 Minuten lang einweichen. Süßkartoffeln schälen, waschen und in Würfel schneiden. Bohnen, falls ihr frische verwendet, waschen, putzen und evtl. halbieren. Zwiebel abziehen und würfeln. 2 EL Öl in einem Topf erhitzen. Zwiebelwürfel darin andünsten. Süßkartoffeln und Bohnen zu den Zwiebeln geben.
Aprikosen und gesamte Gemüsebrühe mit in den Topf geben. Eintopf bei kleiner Hitze mit geschlossenem Deckel ca. 20 Minuten kochen. Räuchertofu in dieser Zeit würfeln und in einer Pfanne mit 2 EL Öl scharf anbraten. Eintopf abschmecken und in Suppenteller füllen. Mit Tofuwürfeln anrichten.
Originalrezept aus der „Slowly Veggie“, 05/2014, von uns in Menge und Zubereitung allerdings modifiziert.


Lachs-Gemüsetorte
für eine Quicheform:
1 kleiner Blumenkohl
wenige EL Milch
125 ml Sahne
2 Brötchen, gern auch altbacken und z. B. mit Dinkelmehl
eine Handvoll schwarze Oliven
200 g Räucherlachs
100 g kräftiger Gouda, gerieben oder selbst gerieben
2 Eier
Dill
Petersilie
Salz

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Form etwas fetten. Blumenkohl in Röschen teilen, in Salzwasser bissfest garen. Die Brötchen in etwas Milch einweichen, danach ausdrücken und zerpflücken. Die Oliven in Ringe und den Lachs in Streifen schneiden.
Eier schlagen und Kräuter, Gewürze, 1 Schluck Milch und Brötchenstücke dazugeben.
Die Eiermischung, Lachsstreifen und Olivenringe in die Form schichten. Ca. 25 Minuten bei 200 Grad backen.
Originalrezept aus der „Einfach Hausgemacht 4/2014“, von uns modifiziert.

Ungestelltes Abendessen
 

Pfannkuchen mit Aprikosenkompott

Freestyle-Gericht: Dinkelspirelli mit einer Sauce aus Sahne, Blattspinat, Kräuter- und Zitronenseitlingen und Möhrenbändern
 

 Und die Babyversion des Gerichts

Für mich einmal ungewürzte Pizza, bitte! (Das Geschirr ist übrigens aus Bambus, Biobu von Ekobo, ich mag es sehr)

Und hier geht es zu unseren bisherigen Monats-Kochereien im Januar und Februar.

Sonntag, 11. Januar 2015

Wochenende in Bildern: Der Wind, der Wind...

Freitagmittag: Den Balkontannenbaum haben wir schon sturmsicher flachgelegt, sonstige Kleinteile, die auf von Familien benutzten Freiflächen gern herumliegen (beispielsweise Sandkastenkram oder großformatige Wäscheständer) nach drinnen verfrachtet. Wir beginnen unser Wochenende deswegen ganz entspannt mit einem Kaffeetrinken bei unserer – wir wir auch erst jetzt erfahren – neunzigjährigen Nachbarin. Sie ist nicht minder aufgeregt als unser Großer, der sich völlig begeistert in Tischkonversation übt. Nur, dass er den Apfelkuchen zwischendrin auch mal herunterschlucken muss, vergisst er bisweilen…

Der Samstag beginnt für uns früh, sagen wir, zu früh, und nicht nur mit wildem Kindergeheul, sondern auch mit dem des Sturms. Eigentlich hätte ich kein Wochenende in Bildern, sondern in Tönen hier einstellen sollen…
Nach dem obligatorischen Brezenfrühstück und dem ebenso obligatorischen Einkauf im Biolädchen mache ich mich mit dem Sohn ans Kochen. Vegetarisierte Rinderfiletstreifen (einfach durch Mandel-Nuss-Tofu mit ordentlich Gewürz und Sojasauce ersetzt) mit asiatischer Gemüsepfanne. Ergebnis lecker! Die kleine Madame schläft derweil, eine echte Seltenheit in den letzten Tagen.


Samstagnachmittag: Der Sturm erreicht einen ersten Höhepunkt, hier fangen Straßenschilder bedenklich an, sich im Wind zu wiegen. Mülltonnen rollen umher. Der Mann beschließt, trotz eigentlich rufbereitschaftsfreier Zeit mal lieber in den Hintergrunddienst zu gehen.


Kurz darauf brechen er und der Sohnemann zum Kindergeburtstag in der Indoorspielhölle auf. Ich bin mal so gar nicht neidisch und widme mich zuerst der Küche, dann eigentlich Strickzeug plus Fernsehen. 

 Küche, bevor sie mich getroffen hat...
 ... und danach

Aaaber: Die kleine Madame stolpert beim Nachmittagsschlaf über ihr 40-Minuten-Loch und möchte bespaßt werden. Fernsehen also später.
Wer braucht denn schon Babyspielzeug?

Ich mache mir ein wenig Sorgen um unser Haus, denn immer wieder zeigen Nachbarn auf die Etagen über uns…

Sturmgeheul deluxe und ich bin froh, dass Mann und Sohn wieder zuhause sind. Es gibt Abendbrot für alle, mittlerweile kann auch Mini-Wollgespinst ihr BLW-Menue gut handhaben…



 Herzchen für alle

Sonntagmorgen: Und täglich grüßt das Murmeltier, denn der Sohnemann ist mal wieder um sechs putzmunter. Ich gönne mir eine Extra-Ausruhrunde mit der Kleinen im Bett. Der Sturm ist leicht abgeflaut, daher jage ich die Männer zum Bäcker. Jetzt sehen wir auch, dass der Wind bei uns eine Verblendung auf der kompletten Fassadenseite abgerissen hat.

Sonntagmittag: Zwischen Sturmböen zeigt sich die Sonne, danach Schneeregen. Interessant! So interessant, dass wir mit den Kindern lieber nicht rauswollen. Stattdessen Eisenbahneldorado und ein bißchen Sonntagsherumgefläze.


Sonntagnachmittag: 6 Erwachsene, 3 Kinder und 3 Babys. Das ergibt einen anfangs großen, später vertilgten Waffelberg und eine recht hohe Dezibelzahl. Wir sind sporadisch sogar lauter als der Sturm.




Sonntagabend: Alle Kinder fix und fertig im Bett, die Eltern fix und fertig auf dem Sofa. Und jetzt ab mit unserem Wochenende zu Susanne Mierau!

Freitag, 2. Januar 2015

Freitagskocherei: Reisberg mit Spiegelei



80er olé! Dieses Gericht sieht nicht nur so aus, es stammt auch tatsächlich aus diesem immer etwas zu schrill bunten Jahrzehnt. Genauer gesagt ist es in der damals wohl omnipräsenten Menue-Kochbuchreihe, zu deren stolzen Besitzerinnen nicht nur meine Tante L und meine Tante G, sondern auch meine Mutter zählten. Aber: Schreckt nicht zurück, sondern wagt euch ans Nachkochen, denn geschmacklich ist der Reisberg auch heute noch empfehlenswert. Ein ideales Alltagsgericht, das bei trübem Wetter auch noch ein bißchen Farbe in den Tag bringt.

für 2 Personen:  
- 1 Zwiebel
- Öl
- 1  Paprikaschote, am besten rot
- 100 g Kochschinken, wenn man Fleisch isst
- 100120g Reis
- 250 ml Gemüsebrühe
- einige frische Champignons oder ganz stilecht Dosenchampignons
- 1 Tomate 
- Salz, Pfeffer
- Paprika edelsüß
- 2 Eier

Zwiebeln, Paprika und Schinken klein würfeln und nacheinander zugegeben in Öl anbraten. Reis dazugeben, ebenfalls kurz anbraten. Mit Brühe aufgießen.
Pilze abtropfen lassen und mit einrühren bzw. Champignons putzen, in Scheiben schneiden und zugeben. Alles garen lassen bis der Reis weich ist, Tomaten gewürfelt dazugeben.
Spiegeleier in einer Pfanne zubereiten. Überschüssige Brühe (wenn vorhanden)  vom Reis abgießen. Mit Salz, Pfeffer und Paprika edelsüß abschmecken. Reisberg anrichten, das Spiegelei darauflegen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Samstag, 22. November 2014

Samstägliche Freitagskocherei: Rosenkohl-Offenbarung

Wer durch mein letztes Rezept auf den Geschmack gekommen ist, kann sich gleich noch einmal vom Rosenkohl überraschen lassen. Ich bin in der Zeitschrift "Natürlich" auf ein ganz neues und ziemlich ungewöhnliches Rezept gestoßen...  Diesmal werden die Röschen zwar ganz konservativ gekocht, ABER: die Gewürze!! Einfach der Wahnsinn, unbedingt ausprobieren, ich musste bei jeder Gabel ein Mmmh! Ohh! loswerden. Übrigens kam Petit Wollgespinst ebenfalls zu diesem Urteil; deshalb hat sich auch eine kleine Hand mit einer Naschgabel ins Bild geschlichen...


Das Rezept findet ihr hier. Ich habe es beinahe 1:1 nachgekocht, bitte verzichtet auf keines der Gewürze usw.!

Donnerstag, 13. November 2014

Freitagskocherei: Rosenkohl mal anders

In meiner Reihe gibt es heute ein recht frisch entdecktes Gericht. Ich habe es genutzt, um auch dem werten Gatten eines meiner Lieblingswintergemüse schmackhaft zu machen  und es ist gelungen!
Wer um Rosenkohl lieber einen weiten Bogen macht, weil er ihn zu kohlig, zu matschig, zu kugelig oder eklig findet, kann hier ein echtes Aha-Gefühl erleben. Noch dazu machen die Bratkartoffeln schön satt und trotz November-Schmuddelwetter hat man viel Farbe auf dem Teller.


für zwei Esser:
- ca. 8 mittelgroße, vorwiegend festkochende Kartoffeln (mein Favorit: Nikola)
- 1 kleine Zwiebel
- 3 EL Sonnenblumenöl
- 250 g Rosenkohl
- Salz und Pfeffer aus der Mühle
- frischen Muskat
- Thymian
- einige Löffel Schmand
- Zitronensaft
- eine Handvoll getrocknete Tomaten
Kartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden. Zwiebel abziehen und fein würfeln. Kartoffeln in einer schweren Pfanne in Öl ca. 10 Minuten zugedeckt braten. Dann weitere 10 Minuten offen, dabei wenden.
Unterdessen Rosenkohl putzen, Stielansatz abschneiden und die Blätter einzeln ablösen, Reste in dünne Scheiben schneiden. Mit den Zwiebeln zu den Kartoffeln geben und alles anbraten. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und Thymian abschmecken.
Schmand mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Getrocknete Tomaten in Streifen schneiden und kurz anbraten. Alles zusammen anrichten
Originalrezept (von uns abgeändert) von tegut.

Dienstag, 11. November 2014

St. Martin

Wir feiern heute St. Martin! Von unseren selbst gebackenen Martinsmännern aka Halloweengespenstern (irgendwie war das Zuschneiden der Beine schwieriger als gedacht…) hat der Sohn schon ganz stolz welche an die Nachbarsfreunde abgegeben.


Rezept für ca. 6 Männer/ein Backblech voll:


- 500 g Mehl
- 1 Packung Trockenhefe
- 250 ml lauwarme Milch
- 100 g Butter
- 2 Eier (M)
- 60 g Zucker
- 1 Prise Salz
- ein Spritzer Zitronensaft
- Rosinen, Cranberry, gehobelte Mandeln o.ä. zum Verzieren
Ca. 100 g des Mehls in eine Schüssel geben, Hefe dazu und beides mit der lauwarmen Milch zu einem Vorteig verrühren. Bei ca. 50° 20 Minuten im Ofen gehen lassen.
Die Butter zerlassen. Zusammen mit einem Ei und dem Eiweiß des zweiten (Eigelb aufheben), Salz, Zucker und Zitronensaft zum Vorteig geben, restliches Mehl ebenso dazu. Alles zu einem zähen Hefeteig verarbeiten. Nochmals ca. 20 Minuten gehen lassen (Bei uns heißt das Bakterien pupsen lassen...)
Den Teig mit einem Nudelholz auf 1 cm Dicke ausrollen, Martinsmänner mit einem spitzen Messer ausschneiden. Ofen derweil auf 200° vorheizen. Männer mit Rosinen o.ä. verzieren und mit dem übrigen Eigelb bestreichen. Ca. 15 Minuten auf einem Backblech mit Backpapier auf der mittleren Schiene backen.

Beim Laternenlieder-Trällern im Zuge der Backaktion dann folgende Aussage:
Mutter und Sohn, schief, aber schön: „… mein Licht ist aus, wir gehen nach Haus…“
Sohn: „Ja, zum Beispiel, wenn die Batterie leer ist!“.

So ändern sich die Zeiten…


Und heute Nachmittag stand der Laternenumzug an. Wir haben uns in diesem Jahr ohne Basteln durchgemogelt und die Laterne vom letzten Jahr einfach reaktiviert.

 Auf der Kirchenbank schon alles parat

 Juhuu, es geht los!
Manchmal sind kleine Eltern dann doch unpraktisch...