Nach all den weihnachtlichen Blogeinträgen und Themen, den Festtagen und der Familienzeit den Wiedereinstieg ins Bloggen zu schaffen, ist gar nicht so leicht. Wir hatten trotz leichter Krankenlagerstimmung ein sehr schönes Weihnachten - und ehe wir vier in miesepetrige Laune abdriften konnten, kamen noch meine Schwestern, Schwager und das Neffenbaby zu Besuch. Eine sehr schöne, volle Zeit!
Nun gehe ich über in das, was für mich die Tage zwischen den Jahren ausmachen: Bilanz ziehen und Pläne schmieden, Kalender sortieren und aufräumen, den Blick auch in die Ferne richten und Vergangenes abschließen. Schön finde ich es dabei auch, die Weihnachtsgeschenke ganz bewusst und intensiv einzuweihen. Also habe ich Wolle angestrickt, Bücher schon begonnen, edle Schokolade gegessen und Brot mit neuem Zubehör gebacken, aber dazu gesondert mehr!
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Montag, 29. Dezember 2014
Sonntag, 14. September 2014
Wochenendnachlese
Ein regnerisches Wochenende liegt hinter uns, etwas trüb und
grau, mit verschnupftem Baby, aber dafür mit umso spannenderen und bunten
Erlebnissen. Ich hoffe, dass uns auch in einem eventuell langen, kalten Winter
die Ideen nicht ausgehen, denn zu erleben gibt es genug!
Mit beiden Kindern und Besuch aus der alten Heimat ging es
in die Gemäldegalerie. Auf Kinder wartet dort ein Erlebnisraum, der inmitten
der Ausstellungsfläche gelegen ist. Für unseren Dreijährigen gab es hier mit
Stempeln, Kleber, Farbscheiben und unzähligen Stiften viel zu entdecken, aber auch
die Elfjährige fand noch genügend spannende Materialien, z. B. Boxen zum Selbstzusammenbauen. An Schienen können alle Künstler ihre Werke
ausstellen und anschließend mit nach Hause nehmen. Auch wir konnten uns nicht
zurückhalten und haben mitgebastelt, im Anschluss an die sehr gelungene
Sonderausstellung zu Wiegers und Kirchner.
Im Hofcafé genossen wir die wohl regenbedingte Ruhe und
statteten nebenbei noch den Pferden und Hühnern einen Besuch ab.
Und weil Micha nachgefragt hat, wie es auf dem Wollfestival
in Hamburg war: Ich hatte einen sehr schönen Tag mit gleich zwei „Blinddates“:
Ela und ihre Schwester hatten sich mit mir zu einem gemütlichen Kaffeetrinken
verabredet – schön, dass wir uns so gut unterhalten haben! Auf dem Wollfest selbst
habe ich mich mit einer ebenfalls strickenden Schwerinerin getroffen, die Zeit
verging so wie im Fluge. Wir beide fühlten uns allerdings doch ein wenig fremd
in dieser Welt. Ich stricke gern und viel, aber Garne, es mögen noch so große
Berge davon sein, lösen bei mir keinen Adrenalinschub aus ;). Ein Strang
Madelinetosh Sock durfte mit nach Hause reisen, aber ansonsten genügten mir
zwei kleine Rundgänge über das bunte Treiben völlig. Mann und Sohn waren
übrigens mit nach HH gekommen, verbrachten aber ihren Vormittag in Planten und Blomen. Gemeinsam haben wir dann noch köstlich zu Mittag gegessen und
zu guter Letzt Züge im Bahnhof Dammtor angeschaut; der geneigte Leser kann sich
denken, für wen dieser Tagesordnungspunkt gedacht war ;).
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Montag, 20. Mai 2013
Berlin, Berlin
Am Freitagmorgen hieß es für den kleinen Monsieur
Wollgespinst und mich: „Berlin, Berlin…“, von unserer Reise werde ich in den
nächsten Tagen einiges erzählen, Impressionen, Tagebuch und Reisetipps in
bunter Mischung.
Die vierstündige Zugfahrt verging völlig entspannt – wir
hatten Glück und mussten nicht umsteigen, weitere Zutaten für den Erfolg: Manduca
statt Kinderwagen, ein stattlicher Vorrat an Spielzeug und Proviant, eine
Reservierung im Kleinkindabteil und sympathische Mitfahrer. Allerdings frage
ich mich mittlerweile ernsthaft, ob die Bahn vielleicht Weitwinkel-Kameras auf
den Bahnsteigen installiert hat, die lustige Aufnahmen von kollidierenden
Menschenmassen liefern, wenn mal wieder 30 Sekunden vor Einfahrt des Zuges die
übliche Ansage, dass der Zug „heute in umgekehrter Wagenreihung“ verkehrt,
ertönt. Garantiert sitzen an den Bildschirmen dann alle Bahnmitarbeiter des Bahnhofs
und amüsieren sich prächtig ;-).
Frisch in Berlin vom mit Buggy ausgestatteten Papa abgeholt
ging es gleich in die Innenstadt. Zuerst ins Strandbad Mitte, das mit einer
ruhigen Lage am Ende einer Sackgasse und neben einem Mini-Spielplatz
tatsächlich sofort entspanntes Liegewiesen-Flair verbreitet. Urlaubsmäßig
fühlten wir uns sowieso, denn in Berlin hatte es zehn Grad mehr als im
nasskalten Hessen… Sonnenbrille raus!
Und weil wir direkt daran vorbeiliefen, wurde der
handarbeitssüchtigen Frau Wollgespinst ein Besuch im Handmade Berlin gegönnt.
Direkt am Monbijou-Park mit Blick auf die Museumsinsel gelegen ist dieser Laden
tatsächlich gut geeignet, um die ganze Familie von der unbedingten
Notwendigkeit eines Besuchs zu überzeugen: Ein kleines Café ist direkt mit
dabei, sogar mit Terrasse und Wohlfühlfaktor mitten in der Stadt. Drinnen gibt
es dann richtige Delikatessen, nicht nur im kulinarischen Sinne: Die ITO-Garne,
dazu Rowan, Bast zum Verhäkeln – alles in wunderschönen Farbpaletten. Weiteres
Plus: Endlich mal ein Strickladen mit Spiegel und ohne Plastiktüten,
stattdessen diese Papierbeutel mit Label im Miniformat. Einziger Nachteil:
Edelgarne gehen edel ins Geld, deswegen nur ein Minieinkauf.
Samstag, 6. April 2013
Briar
Wenn ich mir momentan ein größeres Projekt vornehme, achte ich strengstens darauf, dass es nicht auch noch mit technischen Herausforderungen beladen ist – schwierige Zopfmuster, Intarsien oder ähnliches sind daher keine Option. Kim Hargreaves „Briar“ bestand im Vorfeld alle Auswahlkriterien, denn dieser Pullover wird überwiegend glatt rechts gearbeitet, mit recht dicken Nadeln gestrickt und hat keine aufwändigen Details.
Als ich im letzten Jahr dann noch die Gelegenheit hatte, bei „Umgarnt“ in Coburg eine Stunde lang in der überbordenden Fülle an Rowan-Garnen zu schwelgen, die dort versammelt sind, stand es endgültig fest.
Trotzdem hat es mit der Fertigstellung mal wieder gedauert: Seit November lag der angefangene Pullover herum und machte mir ab und zu ein schlechtes Gewissen. Glücklicherweise ist der Winter ja in diesem Jahr so lang, dass ich mit dem Vernähen der Fäden an Ostern immer noch zur rechten Zeit fertig wurde...
Als ich im letzten Jahr dann noch die Gelegenheit hatte, bei „Umgarnt“ in Coburg eine Stunde lang in der überbordenden Fülle an Rowan-Garnen zu schwelgen, die dort versammelt sind, stand es endgültig fest.
Trotzdem hat es mit der Fertigstellung mal wieder gedauert: Seit November lag der angefangene Pullover herum und machte mir ab und zu ein schlechtes Gewissen. Glücklicherweise ist der Winter ja in diesem Jahr so lang, dass ich mit dem Vernähen der Fäden an Ostern immer noch zur rechten Zeit fertig wurde...
Einzige Änderung: Ich habe die Ausschnittpasse hinten nicht zusammengenäht, sondern offengelassen, und mit einem Knopf und Schlaufe versehen. Weil ich aber bedeutend mehr Reihen in der Passe brauchte als vorgesehen, damit der Pullover mir nicht von der Schulter rutscht, klafft das eigentlich so elegant geplante Tropfenloch jetzt eher als Riesenlücke... Mal sehen, ob ich lieber noch einen zweiten Knopf anbringe.
Die Ärmel sind mir übrigens viel zu lang, ich habe die komplette, sehr breite Rippenpartie daher umgeschlagen. Auch für diesen Pullover sieht Kim Hargreaves mal wieder vor, dass alle Teile einzeln gestrickt und dann zusammengenäht werden, inkl. der Raglanschrägen. Ich habe hier nichts geändert, weil ich vermute, dass ansonsten das Garn – das in seiner Beschaffenheit einem Gummiregenwurm ähnelt – dafür sorgen würde, dass der komplette Pullover binnen kürzester Zeit seine Form verliert.
Anleitung: Briar von Kim Hargreaves
Größe: S gestrickt, um XS zu erhalten
Nadeln: 4,5 bis 5,5 mm
Garn: Rowan lima in Farbe 878 (patagonia), Verbrauch etwas geringer als angegeben, was aber keine 50 g eingespart hat.
Umgeklappte Bündchen wegen Überlänge
Hier die noch nicht zufriedenstellende Rückansicht, ich könnte ein bisschen weinen...
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Sonntag, 6. Januar 2013
Wie frisch gefallener Schnee
... fühlt sich ein neues Jahr an. Wo setze ich meine Schritte? Greife ich in den schnee oder betrachte ich die unberührte Fläche noch eine Weile?
Deswegen liebe ich es auch, nach der Zeit mit glitzerndem Schmuck und Farbenpracht alles aufzuräumen und das neue Jahr ganz reduziert zu beginnen.
Unser Wohnzimmer heute:
Deswegen liebe ich es auch, nach der Zeit mit glitzerndem Schmuck und Farbenpracht alles aufzuräumen und das neue Jahr ganz reduziert zu beginnen.
Unser Wohnzimmer heute:
einige Geschenke durften noch liegenbleiben, die Bücher sind teils schon gelesen...
Winterfarben...
Montag, 15. Oktober 2012
Mütziges Nr. 2
So, diese Woche wird es konkret! Ich hatte meine Wahl schon vor der Aktion getroffen, zu meinem Winterdufflecoat gibt es Lucky von Kim Hargreaves!
Sie ist recht simpel und mit vielen Linkspartien gestrickt. Besonderheit ist, dass man sie erst hinterher näht, also nicht rund strickt – eine Eigenart, die man bei Hargreaves-Modellen immer wieder findet. Lucky ist im Buch Precious veröffentlicht, daraus hatte ich schonmal eine tolle Mütze gestrickt, Kat.
Ich habe gestern schon angefangen und denke, dass es keine größeren Hürden gibt – außer der Tatsache, dass ich mein Strickstück ständig zur Seite legen muss, um größere Unfälle beim Laufanfänger zu verhindern ;).
Ich stricke mit der Yak von Lang in einem dunklen Lilaton, der leicht geheathert ist – bisher ein traumhaftes Garn, das kuschlig weich und warm wirkt! Die Nadelstärken sind im Bereich 3,5 mm bis 4,5 mm. Jetzt bin ich gespannt auf die Auswahl der anderen Teilnehmer, die man hier findet!
Bild von kimhargreaves.co.uk
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