Mittwoch, 19. Juni 2013

Mittwochsmotivation III

Dieser Mittwoch hatte sie mal wieder dringend nötig, eine kleine Aufmunterung zwischendurch!
Ein viel zu früh im Bett umherturnendes Kind (Wer hat schon gern einen Kleinkindpo auf dem Gesicht sitzen, wenn der Wecker vorn noch eine 5 anzeigt?),
brütende Hitze nicht nur draußen, sondern auch in der Bibliothek (als das Thermometer trotz geschlossener Fenster und Jalousien auf 28° kletterte, habe ich mir erlaubt, Feierabend zu machen – ein Hoch auf die intelligente Siebzigerjahre-Architektur...),
einige, sagen wir, anstrengende Situationen mit dem grade sehr Mama-benötigenden Sohn (beispielsweise morgens beim Treffen mit der Fahrradfahrgemeinschaft zwar pünktlich da sein, aber wieder nach Hause marschieren, um doch selbst zur Betreuung zu fahren, weil der Sohn partout nicht mitfahren wollte, Zeitaufwand insgesamt ca. 1 Stunde),
und diverse andere Nerven-Zermürber, die hier nicht erwähnt sein wollen.

Nun in den Hauptrollen der Motivation:
Mamaliebe für diesen kleinen Menschen, der auf einmal plappert wie ein Wasserfall!
eine tolle Kochzeitschrift gratis beim Vegi-Imbiss
schön fettig-griechisch angehauchtes Mittagessen im vergleichsweise kühlen Wohnzimmer,
gemüsig-frisches Abendessen – echt Sommer!
ganz viel Wasserplanschen am Nachmittag




Sonntag, 16. Juni 2013

Kopf-frei!-Pullunder


 
Ich freue mich schon wieder auf das Gefühl: das erste Mal barfuß den Strandaufgang entlanglaufen, und ganz oben, wo das Dünengras wächst, dann der Blick auf die Ostsee, den Wind spüren und die salzige Luft riechen – Kopf frei! Ich vergesse alles um mich herum, Alltagssorgen und Anfahrtsstress sind weit weg. Nur diese blaue Fläche vor mir ist gerade wichtig.
Als ich diesen kleinen Pullunder in Sand- und Seegrasfarben gestrickt habe, mit kühlem Sommergarn, das an Rispen und Treibholz erinnert, war es wie ein Vorbote dieses Gefühls (noch 3 Wochen sind es!). Und zum Kopf-frei-Kriegen habe ich ihn ohne Anleitung und aufwändige Extras gearbeitet, einfach so, wie ich es dachte und wollte. Jetzt ist er fertig und Mini-Monsieur Wollgespinst verkündet mehrmals täglich mit Fingerzeig auf seinen Ringelbauch: „Mama!“

Garn: Schachenmayr, Cotton Linen und Cotton Linen Stripes in den Farben 0002 bzw. 00171, 50 bzw. 100g.
Nadeln: 4 mm für den Hauptteil, 3,5 mm für die Bündchen.
Anleitung: keine.





Samstag, 15. Juni 2013

Mein heller, lichter Juni

Hach Juni, mein Lieblingsmonat! Hell und lang sind deine Tage, dass ich abends noch lange wach sein möchte, die Dämmerung am späten Abend bestaune, in den rosa-taubenblauen Himmelsbildern schwelge. Der Juni macht mich froh mit seinen klaren, frischen Farben, dem Erdbeerrot, den zart-weißen Holunderblüten, dem munteren Klatschmohnrot. Alles deutet auf den Sommer, erzählt mir schon von Schwimmbadbesuchen und Melonen als Mittagsmahlzeit, von Grillabenden und Barfußlaufen. Aber noch regiert der Juni, die pure Verheißung, oft kühl, aber immer grün.
Ich bin ein echtes Junikind, nicht nur wegen meines Geburtsdatums – in diesen Monat gehöre ich!



Dienstag, 11. Juni 2013

Seelenschmeichler für kranke Kinder


Froh, dass ich Dinge gefunden habe, die auch meinem kleinen Scharlach-Fieberkind eine Freude machen: Waffeln und Kneten als Seelentröster!



Samstag, 8. Juni 2013

Ogrillt is!

Endlich, endlich, endlich haben wir das erste Mal in diesem Jahr in unserem Gärtchen gegrillt. Mit Freunden, viel Gemüse und bei strahlendem Sonnenschein. Was für ein Sommergefühl, das sich da breitmacht und ein ganz anderes Leben einläutet! Wir wohnen draußen, drei Maschinen Wäsche trocknen am Tag, Kinderhände voller Sand und ein Body mit Erdbeerflecken...
Zum Grillen gab es mariniertes Gemüse und unseren Lieblingssalat, unter den man am Ende noch frisch geernteten Rucola rührt.
Was sind eure liebsten Grillsalate? Verratet ihr ein Rezept?


Balsamlinsensalat mit Rucola
für ca. 4 Portionen:
500 g Spaghetti (wir hatten wegen der Kinder diesmal Penne, ist auf jeden Fall fürs Grillen geeigneter)
12 Cocktailtomaten
1 Möhre
2 Echaloten
2 Knoblauchzehen
250 g Berglinsen/braune Linsen
4 EL Olivenöl
400 ml Gemüsebrühe
1/4 TL Cayennepfeffer
Salz, Pfeffer aus der Mühle
2 EL Balsamico
125 g Rucola
Spaghetti in reichlich kochendem Salzwasser bissfest garen, abkühlen lassen. Derweil Tomaten waschen, vierteln. Möhre schälen, fein würfeln. Echaloten, Knoblauch abziehen, fein würfeln. Linsen waschen, gut abtropfen lassen.
Echaloten, Knoblauch in Olivenöl andünsten. Möhre zugeben, dann die Linsen, Gemüsebrühe angießen und ca. 35 Min. köcheln lassen. Am Ende mit Cayennepfeffer, Salz, Pfeffer, Wein und Balsamessig abschmecken. Rucola waschen.
Nudeln locker mit den Linsen vermengen und die Tomaten und den Rucola dazugeben. Schmeckt am besten lauwarm.

Donnerstag, 6. Juni 2013

Frühling im Bilde

Irgendwie ist der Frühling in diesem Jahr ausgefallen: Die ersten Rapsfelder sind schon wieder verblüht, dabei genießen wir im nassen Mittelhessen gerade einmal die ersten warmen Tage. Derweil strömen die Wassermassen noch immer durch Ostdeutschlands Städte. Ich erinnere mich noch zu gut an die Flut 2002, bei der ich in Meißen wohnte...
Lange Rede, kurzer Sinn: Bei fünf Grad und Dauerregen, die hier bei uns herrschten, war mir bisher noch nicht nach dem Frühlingsbild, das ich schon im Winter versprochen hatte. Heute passt es aber wunderbar: Ein langer Tag an der frischen Luft geht hier zu Ende, mit Spielplatzbesuch und Fahrrad-Hänger-Fahrt, mit selbstgezogenen Radieschen und Rhabarberkuchen. So unbeschwert wie das kleine Mädchen, das da so in seiner eigenen Welt schaukelt, inmitten der Kirschblüte.

Mittwoch, 5. Juni 2013

Berlin vegan

Unser Familienurlaub in Berlin war für mich eine lang ersehnte Gelegenheit, auch mal etwas Veganes außer Sojamilch im Kaffee oder indischen Gerichten zu probieren, ohne dafür selbst in der Küche stehen zu müssen.
Schon vorab habe ich daher ausgiebig im Internet recherchiert, eine sehr interessante Reportage gesehen usw. Unser Hotel konnten wir uns leider nicht selbst aussuchen, immerhin gab es dort aber Sojamilch und Tofuschnitten am Buffet, also durchaus ein Mindestmaß. 
Letztendlich haben wir dann den Karneval der Kulturen für eine vegane Bratwurst genutzt (neben dem obligatorischen indischen Kichererbsen-Gemüse-Reis). Außerdem war ich im Veganz, einem veganen Supermarkt in der Warschauer Straße. Beim Süßwarensortiment habe ich besonders zugeschlagen – das ist einfach meine Schwäche... Ich habe einige Jahre beinahe keine Schokolade und Co gegessen, weil es durch die Laktoseintoleranz sehr schwierig war, anscheinend habe ich etwas Nachholbedarf ;). Besonders das an den Supermarkt angeschlossene Café finde ich empfehlenswert, die vegane Torte war wunderbar und das Gefühl, vor einem Tortenschrank zu stehen und die volle Auswahl zu haben, ist einfach göttlich.
Der absolute Höhepunkt war allerdings ein Besuch im Café Freckles, Nähe Mehringdamm. Nicht nur die veganen Kuchen und Getränke, sondern auch die Atmosphäre und das nette Personal haben uns hier begeistert. Deswegen gibt es von dort auch eine Fotoflut – wir waren zwei Stunden da, hatten also viel Muße, um Motive zu suchen und uns (bei schlafendem Kind) so richtig zu entspannen. Und noch ein Hinweis für andere Veganesser: Majas Deli habe ich an der angegebenen Adresse in der Kastanienallee leider nicht gefunden, das vegane Bistro in der Lychener Straße hatte aus mir unerfindlichen Gründen nicht geöffnet...





Links Käse-, rechts Rhabarber-Sahne-Kuchen, dahinter Kaffee, ganz hinten Schlafkind im Buggy, ein Gedicht!

Donnerstag, 30. Mai 2013

Mittwochsmotivation II

... oh, der letzte und auch dieser Mittwoch haben gar keine Motivation nötig! In der vorigen Woche trieb ich mich in den schönsten Vierteln Berlins herum, diesmal waren wir schon wieder unterwegs: Die standesamtliche Hochzeit meiner kleinen Schwester stand auf dem Plan.
Trotz schlimmster Wetterkapriolen war die Stimmung sonnig, die Zeremonie sehr lebendig – kein Wunder bei zwei Kleinkindern im Raum, von denen das eine (nicht unseres) beständig plapperte und Stühle verrückte und das andere (unseres) alle verfügbaren Schrank- und Türschlüssel abzog und den Gästen schenkte. Abends ging es zur Polterhochzeit: viel Arbeit, viel Essen und Tanzen. Der Mann konnte leider nicht dabei sein, verstärkt uns aber am Wochenende bei der kirchlichen Feier.
 Oh, noch eine Trauung, die wir abwarten müssen – aber immerhin haben die Gäste bunte Luftballons!

 Es regnet nicht nur Tropfen, sondern auch Reis.

Scheunen-Bilderbogen

Samstag, 25. Mai 2013

Was Op Art und Kinderstrickwesten miteinander zu tun haben

Es hochzeitet bei uns im Juni sehr. Den Anfang macht meine kleine Schwester, die am kommenden Wochenende in den hoffentlich nur symbolisch auszulegenden und nicht meteorologisch bedingten Hafen der Ehe einlaufen will.
Für ihre Hochzeit habe ich mir ein Kleid mit einem recht auffälligen Muster à la Op Art ausgesucht und wollte natürlich, dass wir als Familie Wollgespinst stimmig auftreten. Deswegen gab es ein farblich passendes Westchen für den Sohn. Er wollte es nach der Anprobe nicht mehr ausziehen, was ich schon mal als positives Zeichen werte. Zu warm wird es wohl in einer Woche auch noch nicht dafür sein...
Das Garn habe ich von einer lieben Blogleserin second hand gekauft, eine Anleitung gab es diesmal nicht, ich habe einfach drauf los gestrickt.






Garn: Mixer von Lana Grossa Basics in Farbe 009 (sattes Blau), Biesen aus Resten der Lana Grossa Linea Pura Organico in Sand, übrig aus dem Strandkäppchen.
Nadeln: 4 mm.
Knöpfe: schwarze Ösenknöpfe, 15 mm von Karstadt. Weiß jemand, wie diese Knöpfe heißen? Man kann sie auf dem zweiten und dem letzten Bild ganz gut erkennen.
Größe: 86/92.

Donnerstag, 23. Mai 2013

Berlin: Ganz weit draußen


An einigen Berlin-Tagen stand Arbeit auf dem Programm, denn diverse Orte, die mit meinem Forschungsthema eng verbandelt sind, wollten besucht werden. Es ging in Richtung Osten und zugleich in die preußische Vergangenheit Brandenburgs. Nach einem kurzen Abstecher mit Spaziergang am Scharmützel-See besuchten wir Schloss Neuhardenberg. Strahlender Sonnenschein machte uns gute Laune und verlieh dem weißen Gemäuer ein fast unnatürlich schönes Strahlen. Die offen gestaltete Parkanlage mit auffallend vielen schon sehr alten und großen Bäumen ließ sich wunderbar erlaufen, in der „Brennerei“ haben wir Mittag gegessen, während weniger spargelinteressierte Teilnehmer die Kiesterrasse als Sandkasten nutzen konnten. Anschließend wechselten wir uns mit kulturellen Inhalten wieder ab: Ich nahm an einer kurzen Führung im Schloss teil. Die Farbgestaltung von Ulrich Erben hat mir besonders gut gefallen, jeder Raum hat einen eigenen Charakter und durch die Öffnungen zwischen den Räumen wirken trotzdem immer mehrere Farben zugleich. Der Mann kam anschließend noch in den Genuss einer richtig innovativen Ausstellung: Stefan Koppelkamm  kombiniert Fotographien mit Installationen und Tonaufnahmen.


Den Abschluss des Feld-, Wald- und Wiesenforschens bildete ein Besuch in den Thaer-Austellungen in Möglin. Wer denkt, dass er von Albrecht Daniel Thaer noch nie etwas gehört hat, kennt dennoch sicher den größten Verdienst des Agrarreformers: Er begründete die Fruchtfolge auf Feldern. Die Ausstellung ist sehr persönlich gehalten und kann im Anschluss noch im winzigen Dorf fortgesetzt werden. Hier kommt zumindest derjenige auf seine Kosten, der auch mal über Zäune steigen und sich durch Brennnesseln kämpfen will, um eine Büste zu finden ;-).
Thaer ist außerdem auch für alle Handarbeitsfans interessant, denn ihm verdanken wir die ersten richtig feinen Merinoqualitäten. Er betrieb Schafzucht und galt in Berlin lange Zeit als „Wollkönig“ – in der Ausstellung wird diesem Punkt einige Aufmerksamkeit gewidmet und deswegen auch eine Kardiermaschine gezeigt.

Nach so viel Input war eindeutig der Nachwuchs dran: In Strausberg stoppten wir auf der Rückfahrt und erlebten eine positive Überraschung. Die Stadt hat ein wunderschönes Literaturcafé, das delikat aussehende Torten verkauft, noch attraktiver war für uns allerdings ein „Eis auf die Hand“, außerdem sahen wir mehrere Bioläden, Cafés, eine Bäckerei mit eigener Backstube und schließlich auch den direkt am Seeufer gelegenen Spielplatz. Alles in allem sehr empfehlenswert für einen entspannten Familiennachmittag.


Abends hatten wir nach den vielen Eindrücken aus dem Umland Lust auf Berlin und waren in der Simon-Dach-Straße Burger essen. Eindeutig ein guter Punkt für alle drei ;) und die Gemüseburger sind klasse!

Dienstag, 21. Mai 2013

Berlin für alle




In unserem Programm bemühen wir uns um eine gute Mischung, damit sowohl bewegungsbedürftige Einjährige als auch kulturhungrige Mütter und kunstinteressierte Väter zufrieden sind. Deswegen ging es heute zuerst in die Liebermann-Villa am Wannsee: Teilnehmer 2 und 3 sind damit beide zufriedengestellt, Nummer 1 entschied sich spontan, die Aktion zu großen Teilen schlicht zu verschlafen.
Das Museum im ehemaligen Wohnhaus Max Liebermanns direkt am Seeufer besticht mit einer klaren Ausstellung, der transparenten Darstellung auch aller dunklen und bedrückenden historischen Abschnitte und Räumen, in denen die Bilder optimal wirken.
Momentan läuft die Sonderausstellung „Liebermann und Frankreich“, in der ich sogar noch dieses zum Stricken wunderbar passende Bild des Franzosen Millet gefunden habe.

Dem schlafenden Kind leistete einer von uns jeweils unter den Augen meines berufsbedingten Haus- und Hofautors im gemütlichen Café Gesellschaft (Sojamilch übrigens gegen Aufpreis vorhanden…), der andere durfte Haus und auch den wunderschönen, aufwändig rekonstruierten Garten erkunden.

Tipp: Für Studenten kostet der Eintritt nur 4€ und die Haltestelle Wannsee liegt noch im B-Bereich des Nahverkehrs.
Nachmittags und nach einer kleinen Odyssee, während der wir im strömenden Regen vor geschlossenen Eltern-Kind-Cafés standen, fanden wir endlich Obdach im Café Ballon, einem mit Bällebad und Klettergerüst ausgestatteten Spielcafé in der Bötzowstraße. Unser Fazit: Kann man haben, muss man aber nicht. Entgegen unserer Vermutung waren auch viele größere Kinder da, was uns zwangsläufig zu Helikopter-Eltern werden ließ, aus Angst, Petit-Wollgespinst sonst in Einzelteilen wieder mit nach Hause nehmen zu müssen.
Meinen Mann machten die zum größten Teil nicht mehr im, sondern außerhalb des Bällebads verstreuten Kugeln so kirre, dass er wie ein Sisyphos des 21. Jahrhunderts beständig das Becken auffüllte – ohne sichtbaren Effekt. Dem Kind allerdings hat es gefallen, die Waffel schmeckte und bei regnerisch-stürmischem Wetter war es eine immerhin preiswerte Alternative zum Spielplatz. Zukünftig werde ich solch infernalisch anmutenden Orte aber nur noch zu Randzeiten oder in Randgebieten aufsuchen. Unser Unterbringungsort Lichtenberg erleichtert dieses Vorhaben zumindest in letzterem Punkt erheblich… Mehr folgt!

Montag, 20. Mai 2013

Berlin, Berlin


Am Freitagmorgen hieß es für den kleinen Monsieur Wollgespinst und mich: „Berlin, Berlin…“, von unserer Reise werde ich in den nächsten Tagen einiges erzählen, Impressionen, Tagebuch und Reisetipps in bunter Mischung.
Die vierstündige Zugfahrt verging völlig entspannt – wir hatten Glück und mussten nicht umsteigen, weitere Zutaten für den Erfolg: Manduca statt Kinderwagen, ein stattlicher Vorrat an Spielzeug und Proviant, eine Reservierung im Kleinkindabteil und sympathische Mitfahrer. Allerdings frage ich mich mittlerweile ernsthaft, ob die Bahn vielleicht Weitwinkel-Kameras auf den Bahnsteigen installiert hat, die lustige Aufnahmen von kollidierenden Menschenmassen liefern, wenn mal wieder 30 Sekunden vor Einfahrt des Zuges die übliche Ansage, dass der Zug „heute in umgekehrter Wagenreihung“ verkehrt, ertönt. Garantiert sitzen an den Bildschirmen dann alle Bahnmitarbeiter des Bahnhofs und amüsieren sich prächtig ;-).
Frisch in Berlin vom mit Buggy ausgestatteten Papa abgeholt ging es gleich in die Innenstadt. Zuerst ins Strandbad Mitte, das mit einer ruhigen Lage am Ende einer Sackgasse und neben einem Mini-Spielplatz tatsächlich sofort entspanntes Liegewiesen-Flair verbreitet. Urlaubsmäßig fühlten wir uns sowieso, denn in Berlin hatte es zehn Grad mehr als im nasskalten Hessen… Sonnenbrille raus!
Und weil wir direkt daran vorbeiliefen, wurde der handarbeitssüchtigen Frau Wollgespinst ein Besuch im Handmade Berlin gegönnt. Direkt am Monbijou-Park mit Blick auf die Museumsinsel gelegen ist dieser Laden tatsächlich gut geeignet, um die ganze Familie von der unbedingten Notwendigkeit eines Besuchs zu überzeugen: Ein kleines Café ist direkt mit dabei, sogar mit Terrasse und Wohlfühlfaktor mitten in der Stadt. Drinnen gibt es dann richtige Delikatessen, nicht nur im kulinarischen Sinne: Die ITO-Garne, dazu Rowan, Bast zum Verhäkeln – alles in wunderschönen Farbpaletten. Weiteres Plus: Endlich mal ein Strickladen mit Spiegel und ohne Plastiktüten, stattdessen diese Papierbeutel mit Label im Miniformat. Einziger Nachteil: Edelgarne gehen edel ins Geld, deswegen nur ein Minieinkauf.