Donnerstag, 18. Oktober 2012

Nähtherapie

Dass die Nähmaschine nicht meine beste Freundin ist, habe ich ja schon häufiger erwähnt... Aber irgendwie reizt es mich natürlich doch, und wann immer sich die Gelegenheit bietet, mal etwas Kleines mit Stoff und Faden zu fabrizieren, schleicht sich der Gedanke bei mir ein: „Näh es doch, näh es doch!“. Diesmal habe ich ihn erhört und für den ewig sabbernden Nachwuchs aus vielen Stoffresten Lätzchen und Halstücher genäht.
Zwei davon schonmal hier: Eines in Dreiecksform zum Knoten, ein zweites in runder Passform mit Kamsnaps (Apropos, das Zeug macht süchtig, ich snappe alles, was mir in die Finger kommt), ersteres hat sich aber als praktischer erwiesen.
Die Stoffe haben allesamt Geschichte, ein altes Poloshirt des Mannes, das Filztuch, aus dem wir bei unserer Hochzeit ein Herz ausgeschnitten haben, einen Bärenstoff, den wir schon für unser Puppenhaus genutzt haben usw.


Anleitung für das runde Lätzchen von hier, Danke an Maria für ihren Link!

Montag, 15. Oktober 2012

Mütziges Nr. 2

So, diese Woche wird es konkret! Ich hatte meine Wahl schon vor der Aktion getroffen, zu meinem Winterdufflecoat gibt es Lucky von Kim Hargreaves!
Sie ist recht simpel und mit vielen Linkspartien gestrickt. Besonderheit ist, dass man sie erst hinterher näht, also nicht rund strickt – eine Eigenart, die man bei Hargreaves-Modellen immer wieder findet. Lucky ist im Buch Precious veröffentlicht, daraus hatte ich schonmal eine tolle Mütze gestrickt, Kat.
Ich habe gestern schon angefangen und denke, dass es keine größeren Hürden gibt – außer der Tatsache, dass ich mein Strickstück ständig zur Seite legen muss, um größere Unfälle beim Laufanfänger zu verhindern ;).
Ich stricke mit der Yak von Lang in einem dunklen Lilaton, der leicht geheathert ist – bisher ein traumhaftes Garn, das kuschlig weich und warm wirkt! Die Nadelstärken sind im Bereich 3,5 mm bis 4,5 mm. Jetzt bin ich gespannt auf die Auswahl der anderen Teilnehmer, die man hier findet!


Bild von kimhargreaves.co.uk


Dienstag, 9. Oktober 2012

Mütziges Nr. 1

oh, das kommt mir gerade gelegen!
miss margerite veranstaltet einen mützenstrickaktion und da ich mir schon länger noch eine passende zu meinem dufflecoat stricken wollte, schließe ich mich noch an. habt ihr auch lust? dann hier entlang!
„Etappe 1: Wünsche und Anregungen
Hier kann es z. B. um folgende Fragen gehen:
Wie soll mein Cap aussehen?
Stricken, nähen, häkeln oder filzen? Möchte ich eine bewährte Technik nehmen oder mal was Neues wagen?
Wünsche ich mir eine Mütze oder einen Hut oder etwas dazwischen?
Was steht mir am besten? Was passt zu meiner Herbst-/ Wintergarderobe?
Farbe und Form, Muster oder Verzierungen?
Welche Details finde ich klasse: Krempe, Schirm, Bommel, Ohrenklappen, angesetzter Schal...“
Ich mag grundsätzlich an mir nur lockere, „slouchige“ Mützen. Alle engen und am Kopf abschließenden Mützen betonen mein Profil äh, sagen wir ungünstig...
Natürlich stricke ich die Mütze. Häkeln kann ich nicht und finde gehäkelte Sachen auch meist eher sommerlich und Filzen ist nicht so meins. Bei mir wird es eine Mütze, die ich in Kombination mit meinem dunkelblauen Dufflecoat tragen möchte.
Die Farbe wird passend zum Karomuster in der Kapuze sein und vielleicht wage ich mich tatsächlich an einen Pompon, oder schlicht Bommel :).
Einige ahnen es vielleicht bei meinen konkreten Vorstellungen schon: Mein Modell stand schon vor dem kal fest, ich verrate es aber erst beim nächsten Mal!
Solange schon mal ein wenig die Richtung, in die es geht:

Bildrechte liegen bei brigitte.de (Bild entnommen aus der seehr hübschen Strickserie „Hat Mama gemacht!“

Sonntag, 7. Oktober 2012

Flohmarktfreuden

Unsere Stadt ist eine kleine Flohmarkthochburg: Es gibt hier Spielzeugflohmärkte, Plattenflohmärkte, Kinderbasare, Zwillingsbasare, Bücherflohmärkte, Hofflohmärkte und eigentlich an jedem Wochenende könnte man dann noch zu privaten Garagen- oder Hausflurflohmärkten gehen. Weil dieses Konzept super zu unserer Auffassung passt, dass man mit Weitergeben und ein bisschen Stöbern Umweltfreundlichkeit und Spaß hundertprozentig verbinden kann, sind wir v. a. auf den Babybasaren regelmäßige zu Gast.
Heute gab es ein echtes Highlight, die Freude darüber muss ich mit euch einfach teilen: ein wunderschöner Familienflohmarkt, mit Caféraum, Kinderspielraum und tollen Ständen. Uuund: Endlich haben wir runde Tischdecken gefunden, tolles Porzellan, Kinderbücher für uns und unseren Tagesvater, Kleidung usw....
Geht ihr auch auf Flohmärkte? Seid ihr Verhandler? Sammelt ihr etwas Bestimmtes? Und kauft ihr auch eure Kleidung auf Flohmärkten?


Mittwoch, 3. Oktober 2012

Me made Mittwoch – Spielplatztauglicher Herbstpullover

Manche Kleidungsstücke verdienen eine zweite Chance. So auch mein Drops-Pullover. Ich habe ihn vor einigen Jahren aus einer doppelten Garnsünde gestrickt: Zunächst waren die Farben Überbleibsel einer Hippie-Phase, die mich damals die Kombination aus Waldgrün, Royalblau und Orange wunderschön finden ließ. Die letzteren kamen dann in besagtem Pullover unter. Später habe ich versucht, das Ganze mit Schwarz zu überfärben, was aber nicht geklappt hat. Das lag am zweiten Sündenpunkt: Das Garn ist ein richtig fieses Kunstfasermonstrum.
So, da der Pulli aber einfach super sitzt und ziemlich bequem ist, hier eine neue Chance, zusammen mit Röhre und in der durch die Färbeaktion dunkler gewordenen Nuance.


Und hier geht es zu den anderen Damen am Tag der deutschen Einheit! Vielen Dank für die Organisation!

Montag, 1. Oktober 2012

Selfmade im Kleinformat

Manchmal reicht es nur für das Kleinformat, manchmal ist es sogar das Schönste, in nur wenigen Stunden etwas dennoch so Praktisches selbst zu machen und sich dann für umso längere Zeit daran zu freuen.


Diesmal Stulpen für den Sohn, passend zu seiner Mütze. Und dazu einen h*m-Pullover, den ich mit einem Häkelgeschenk von Akaleia verschönert habe. Vielen Dank nochmal dafür!
Und an Kleinkindmamas und deren Freunde: Solche Stulpen sind in dieser Jahreszeit auch noch für Laufkinder richtig toll. Hochrutschende Hosen werden festgehalten und beim Tragen in Manduca und Co sind die Beine schön warm.
Garn: Boston von Schachenmayr, Farbe 00031, Reste.
Nadeln: 6,5 mm.
Anschlag 20 Maschen (relativ eng), Unterschenkellänge.

Mittwoch, 26. September 2012

Me made Mittwoch - Still light endlich mal richtig

Von meiner aller-, allerliebsten Still light tunic gab es ja noch überhaupt keine Tragebilder. Weil das überhaupt nicht sein darf – schließlich ist sie eines meiner am meisten getragenen Kleidungsstücke - reiche ich die heute in Form des Me made Mittwoch nach :). Das Kleid trage ich kombiniert mit derben Stiefeln, schicken Stiefeletten oder, oder zu tausend verschiedenen Gelegenheiten und bin einfach glücklich darin. Ach, und die Socken sind meine tea time, viel getragen und immer noch schön.

Hier zwei sehr vorteilhafte Bilder: oben unscharf und mit Unordnung im Hintergrund, unten sehr schmeichelnde Perspektive. Ich sag nur: kein Fotograph im Haus...

Anleitung: still light tunic.
Garn: drops alpaca in 0517 eco.
Nadeln: 3 mm.
So, und hier geht es zu den anderen endorphinbehafteten Damen in handgemachter Garderobe.

Dienstag, 25. September 2012

Herbst auf dem Tisch – Zwetschgenknödel

Im Spätsommer beginnt endlich die Zwetschgenzeit – ein Traum für mich, denn ich liebe Zwetschgenkuchen, Zwetschgenblooz, -knödel, -kompott usw.
Mehrmals in der Saison gibt es dann Zwetschgenknödel, die ich ganz faul mit einem fertigen Kartoffelteig koche und die sich im übrigen auch als ein post-Weisheitszahn-OP-taugliches Gericht erwiesen haben ;). Seit der Geburt unseres Sohns im letzten August bin ich noch zwetschgenaffiner, denn meine Hebamme tischte mir als Frühstück ihren selbstgebackenen veganen Zwetschgenkuchen auf, nur kurze Zeit, nachdem der Kleine bei ihr im Geburtshaus auf die Welt gekommen war...
Deswegen habe ich gleich Katharinas Rezept für Topfenknödel ausprobiert – der teig war etwas schwierig zu bearbeiten, sprich klebrig, aber das kann an meinen Änderungen liegen, und geschmeckt hat es wunderbar. Auch meine kleine Raupe Nimmersatt hat gleich zwei Knödel verputzt...
Ich habe neben den gebräunten Semmelbröseln einfach Zimt und etwas Rohrzucker dazugegeben und für den Teig Weißengrieß und Dinkelmehl genommen, weil das gerade im Vorrat war. probiert es aus!



Samstag, 22. September 2012

Marketing-Opfer

Jaja, mit hübschen Fotos, Nachhaltigkeitswerbung und einem klugen Kundenbindungssystem kriegt man auch mich... fürs Kind kaufen wir beinahe alle Dinge gebraucht oder bekommen sie geliehen/geschenkt, aber die kleine Shoppingqueen in mir möchte eben auch ab und zu mal das Zepter in der hHnd halten. Deswegen waren wir heute mit Freunden bei Hessnatur in Butzbach.
Es war ein richtig schöner Ausflug mit Bistrobesuch, viel Spaß für den Nachwuchs (auf Innen- und Außenspielplatz) und natürlich auch Ausbeute in Form von Kleidung :)


Für mich gabs die Stiefel und das blaue Oberteil (aus dem kleinen Restpostenladen), die Herren der Schöpfung mussten sich mit etwas weniger begnügen, zwei Strumpfhosen bzw. eine Kapuzenjacke. Ist klar, wer was bekam, oder?
Und ich bin ganz verliebt in die tollen Schuhe und möchte nur noch die tragen.
Einziges Manko: keine Sojamilch o.ä. im Bistro...

Dienstag, 18. September 2012

Streifenhörnchen

Keine Ahnung, warum ich bei Babykleidung immer wieder an Streifen hängenbleibe: rot-weiß, blau-weiß, braun-grün, grün-orange, grün-... ähja, ihr wisst schon!
Der kleine Pullunder von Drops sprach mich deswegen auch gleich an und weil ich ganz unbedingt meine kleine Nudel darin sehen wollte – es stiegen schon poetische Bilder vom spielenden Kind im Strickteilchen vor mir auf – habe ich gleich angeschlagen und im Rekordtempo gestrickt. Insgesamt bin ich recht zufrieden, die Bündchen rollen sich noch ein wenig, das Stück kam aber auch ungewaschen und gespannt ans Kind...


Anleitung: Viggo von Drops.
Größe: zwischen 1 und 2 Jahre (10 Maschen mehr bzw. weniger Anschlag und Höhe ca. 2 Jahre).
Nadeln: 2,5 mm.
Knöpfe: von einem entsorgten Jäckchen.
Garn: Sockenwollreste und ein Regia-Garn, das ich mal geschenkt bekommen habe. Ich glaube, die cotton classic.

Samstag, 15. September 2012

Evolution rules - oder auch nicht

Ich erinnere mich nur in Bruchstücken und ganz dunkel an meinen Biounterricht, allerdings meine ich, dort mal gelernt zu haben, dass sich in der Entwicklung von Organismen über lange Zeiträume hinweg leichter Dinge ausbilden als anschließend wieder zurück. Wahrscheinlich gehören die menschlichen Weisheitszähne zu dieser Gruppe der angesichts von Nahrung in Form von Hühnerbrustfilets und Pommes überflüssig gewordenen Apps. Ähja, ich habe meine jedenfalls nie gebraucht und musste schon seit einigen Monaten immer mal wieder feststellen, dass sie mich wohl auch nicht mehr wollten und deswegen extrem drückten und zwackten.
Da ich zur Gruppe der völlig unbefleckten, noch nie über die jährliche Kontrolle hinaus belästigten Zahnarztbesucher gehöre, ging ich also furchtlos auf den Behandlungsstuhl und mit einer Überweisung zum Kieferchirurgen wieder herunter... Naja, den Rest könnt ihr euch denken. Ich habe gleich das Rundum-sorglos-Paket genommen und alle vier auf einmal in die ewigen Jagdgründe geschickt.
Folgendes lernen wir daraus:
- NIEMALS alle vier auf einmal entfernen lassen, wenn ihr zuhause ein Baby/Kleinkind habt, das nur zu gerne mit seinen Patschehändchen mal ausholt oder schaut, was in Mamas Mund gerade so los ist.
- Sowas in der Stillzeit am besten vermeiden, der Erholungsfaktor sinkt doch mächtig.
- Und einen allerbesten Mann an der Seite haben, der für die kau- und mundöffnungsunfähige Gattin sogar dann noch etwas bäckt.
In dem Fall: butterweicher Biskuit mit frischem Mangopüree und Sahne, mmh!

Zur Entwarnung: Das Ganze ist schon eine gute Woche her, mir geht es nach einer innigen Liaison mit den schicken blauen Coolpacks und den Errungenschaften der Pharmazie wieder besser und ich habe sogar auf der Hochzeit etwas am Buffet gefunden, das meinem derzeitigen Zahnstatus entspricht...
Für ähnliche Situationen als Nahrungstipps: Suppen, Bananenshake, weiche Avocados, Rührei, Joghurt, Pudding, Eis, Grießbrei mit Apfelmus, Thüringer Klöße, Pfannkuchen pikant oder süß usw. gehen recht gut, mittlerweile sind auch die Milchprodukte gemäß der meisten Empfehlungen erlaubt.
Und ihr so?

Donnerstag, 13. September 2012

Kreativitätsloch?

Seit langer, langer Zeit ist es hier stumm. Immer wieder überlege ich mir Beitragsthemen, habe Lust, einen neuen Artikel zu schreiben, euch Kuchenrezepte oder Kleinigkeiten aus dem Alltag zu zeigen – ja, und dann mache ich es doch nicht.
Gründe gibt es zur Zeit eine Menge, dieser kleine, fiese, hinterlistige innere Schweinehund ist sicher einer, denn ich muss
a) mich für einen Post erst bei google ummelden, von meinem E-mail-Postfach hin zu Blogger – äätzend.
b) einen anderen Browser nutzen als meinen Standard (Opera), weil ich mit dem keine Bilder mehr hochladen kann – typischer Boykott alternativer Systeme... Tipps nehme ich gern entgegen!
c) meine Müdigkeit überlisten. Und mir eingestehen: Ja, wir haben einen allerallersüßesten, putzigen, goldigen Racker zuhause, der nur den einen Nachteil hat, dass er fast NIE schläft. Noch nicht mal (m)einen Abend lang. Wer Erfahrung mit Kleinkindern hat, die immer nach exakt 35 Minuten Schlaf schon wieder aufwachen, der möge sich bitte melden. Und nein, es ist leider keine Phase, außer, man fasst auch Zeiträume von über sechs Monaten als Phase auf (immerhin schon die Hälfte seiner Gesamtlebenszeit ;)).
d) zugeben, dass es anstrengend ist, 24/5 alleinerziehend mit dem Nichtschläfer zu sein. Dass es läuft, aber für so schön geführte Blogs wie bei kirschkernzeit, kreativberg, jademond, frische brise oder micha keine Energien übrigbleiben – wenn auch noch eine klitzekleine Doktorarbeit, Selbstgestricktes, einige Bögenstriche auf dem Cello und ab und zu ein paar gelesene Buchseiten oder ein gesehener Film dabei rausspringen sollen.

Deswegen wird es hier anders weitergehen, vielleicht mit nicht mehr so hochwertigen Bildern, mit mehr Alltagsschnipseln oder Zwischenständen.

Und damit ich hier nicht nur jammere, sondern auch gleich den Worten Taten folgen lasse, ein Blick auf ein Bastelmachwerk. Am Wochenende sind wir auf eine Hochzeit eines befreundeten Paares eingeladen. Die beiden mögen es klassisch und festlich und wir wurden von der Trauzeugin um ein hübsches Gästebuch gebeten. So etwas mache ich nicht oft und die erfahrenen Scrapbooker usw. schlagen wohl die Hände über dem Kopf zusammen – dem Brautpaar wird es allerdings gefallen, da sind wir uns sicher, und mit den Basteleien schenken wir noch tausend gute Wünsche für eine harmonische, respektvolle Ehe dazu.